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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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bestätigt die ihm vorgelegte urkunde seines oheims Karl (deperd.), durch die dieser dem bischof Chadolt von Novara den hof Erihinga (Langdorf, früher Langen-Erchingen bei Frauenfeld) im Thurgau auf lebenszeit verleiht mit der bestimmung, dass derselbe nach dessen ableben mit ausschluss ieder weiterbelehnung für den gemeinsamen bedarf der brüder an das kloster Reichenau falle. Aspertus canc. adv. Theotmari archicapp. Datirung teilweise zerstört, vollständig erhalten a. reg. I. *Or. Karlsruhe aus Reichenau, Dümgé 79; erwähnt in Gall Öhems Chr. von Reichenau, 84. publ. des liter. ver. in Stuttgart 70, hg. von Brandi Quellen und Forschungen z. Gesch. der Abtei Reichenau 2,62. Die originalität ist dadurch sichergestellt, dass das eschatokoll von einem kanzleischreiber geschrieben wurde, der auch die urk. no 1789, 1812, 1819, 1938 schrieb; vom siegel ist nur mehr ein kleines bruchstück erhalten, der untere teil des pergaments ist ausgerissen, so dass von den iahresdaten nur noch ... CLXXXVII ... gnante d. rege Arnolf I zu lesen ist; die ergänzung in DCCCLXXXVIII ind. VI liefert die nach dem echten stück gefertigte fälschung, das inkarnationsiahr auch bei Öhem; der text ist von einer in der kanzleischrift wenig gewandten hand geschrieben, die eigentümliche form des a (vgl. Mon. graph. IV, 6 z. 1,6, 11) weist auf einen Italiener vgl. auch die nur zum teil zutreffenden bemerkungen von Brandi Die Reichenauer Urkundenfälschungen (Quellen und Forsch. 1) 5 no 36 und die berichtigung von Dopsch in Mittheil. des Instituts f. öst. GF. 14,669. Mit der originalität des eschatokolls entfallen auch die bedenken, welche die kanzleimässige datirungsformel: Data curte r. Triburia kal. aug. ..., beim text das fehlen der korroboration erwecken müssten; wie Dopsch bemerkt, ist es wahrscheinlich iene von der partei, also im auftrag Chadolts, angefertigte urk., welche in der kanzlei durch beifügung des eschatokolls und besiegelung ratificirt wurde; nach der urk. Chadolts von Novara, Mabillon Analecta 4,340, Fickler Quellen und Forsch. Urk. 6 vgl. Brandi l. c. 26, 121 no 88, wurde der hof Erchingen Chadolt auf fürsprache seines bruders, des erzkaplans Liutward, von Karl III geschenkt und von diesem selbst noch die übertragung des hofes an Reichenan urkundlich (deperd.) bestätigt (vgl. auch no 1833). Nach der echten urk. wurde im 11. iahrh. in Reichenau wieder eine fälschung angefertigt, angebl. or. Karlsruhe, gedr. Brandi l. c. 129 mit schriftprobe t. 3, die erweiternden stellen auch Dümgé 79 n. 2, welche dem hof Erchingen noch 2 hufen in Thundorf, dem text eine strafformel und eine korroboration anfügte.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1800, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0888-08-01_1_0_1_1_0_3998_1800
(Abgerufen am 08.12.2016).