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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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bestätigt der kirche von Bremen am flusse Weser im gau Wihmodia auf bitte des erzbischofs Rimpert die vorgelegten und besiegelten schenkungs- und immunitätsurkunden seines ururgrossvaters Karl, des grossen kaisers (no 295, ietzt auch M. G. DD. Karol. 1,345), seines urgrossvaters kaiser Ludwig, seines grossvaters könig Ludwig und seines unmittelbaren vorgängers und oheims Karl, verleiht dem bischof münzrecht, markt und zoll in Bremen, wie dies bisher den bischöfen dieser kirche in Hamburg, wo wegen der beunruhigung durch die heiden diese befugnisse nicht mehr ausgeübt werden können, verliehen war, und gewährt freie wahl des bischofs. (Aspe)rtus canc. adv. Theotmari archicapp. *Angebl. or. s. X Hannover (A). Lappenberg. Hamburg. UB. 1,32 aus A, ergänzt aus k.; Ehmk und Bippen Bremisches UB. 1,7 aus A. Fälschung, geschickte nachzeichnung eines or. Arnolfs, dem das Protokoll entnommen ist; das stück also für das itinerar verwertbar. Der text von der überarbeiteten arenga bis zur korroboration mit ihrer reimprosa (et ut hec a nullo violentur, a nobis concessa esse dubitentur) durchaus unzulässig, besonders auffallend der satz 'et ut a nullo de his (der vorgelegten urk.) dubitetur, singulorum anuli impressio exigit' mit der folgenden bestätigungsformel; auf den spätem ursprung weist auch schon die namensform 'Hluthuici'. Auch Adam von Bremen kennt diese urk. nicht. Markt, zoll und münze werden erst von Otto I 965 verliehen, M. G. DD. 1,422. Erzbischof Rimbert, gestorben 888 iuni 11, Ann. necrol. Fuld. M. G. SS. 13,186, war nie an Arnolfs hof und kam am 12. tag vor seinem tod (mai 31) nach Bremen, V. s. Rimperti c. 21, 23 M. G. SS. 2,774; er konnte also auch nicht persönlich um privilegiumbestätigung angesucht haben. Vielleicht gleichzeitig mit der fälschung no 295, von der keine urschrift mehr vorliegt.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1792, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0888-06-09_1_0_1_1_0_3989_1792
(Abgerufen am 05.12.2016).