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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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(Potama pal.) bestätigt dem kloster Reichenau (Augia) auf bitte des bischofs Liutward von Vercelli und des abts Ruodhoh laut der ihm im kapitelsaal vorgelegten urkunden seines grossvaters k. Ludwig und seines urgrossvaters k. Karl immunität (bis hieher = no 1583, eingefügt die intervention Liutwards und in der immunitätsformel die worte: seu ullum publicum placitum habendum) mit dem zusatz, dass die zinsleute an den grafen keinen bann zu zahlen und ihre rechtssachen (saeculare negotium) nur vor dem abt oder dem klostervogt zu erledigen haben, die von Karl, dem grossen kaiser, urkundlich (deperd.?) verliehene zollfreiheit sowie den von seinem grossvater Ludwig (no 994, für diesen teil vorlage) und seinem urgrossvater Karl (zutat, fehlt in no 994) geschenkten teil der iährlich aus Alamannien zu leistenden zinse und abgaben und zwar den zehnten teil aus der centena Erichgau und Apphon wie von dem anteil im Albgau, den neunten aus dem fiskus Sasbach von dem aus dem Breisgau zu zahlenden tribut mit der bestimmung, dass iene zehnten und neunten vor der verteilung der ganzen summe den klosterbeamten eingehändigt werden und dann erst die verteilung zwischen dem könig und den grafen erfolge (die schlussformeln = no 1583). Inquirinus not. adv. Liutwardi archicanc. A. inc. 886, ind. V, reg. X, imp. VIII. *Angebl. or. s. X Karlsruhe. Dümgé 76; Wirtemberg. UB. 4,329; extr. in deutscher übersetzung s. XV in Gall Öhems Chr. von Reichenau 84. publ. des liter. ver. in Stuttgart 59, Brandi Quellen und Forsch. z. Gesch. der Abtei Reichenau 2,55. Fälschung aus der mitte des 10. iahrh., gleich no 1747 geschrieben vom kanzleischreiber Ottos I Poppo C (über ihn Sickel in KU. in Abbild. text 48), der auch die fälschung für Rheinau no 1478 und das 'diplom zweifelhafter geltung' oder vielmehr unechte diplom Ottos I für Reichenau von 965 febr. 21, M. G. DD. 1,393, welches no 1746 wiederholt, lieferte, mit benützung von no 1681 als schreibvorlage, wie u. a. die verzierung des chrismons zeigt, nachweis der fälschung, nachdem schon Dopsch in Mittheil. des Instituts f. öst, GF. 14,669 auf die unechtheit hingewiesen hatte, von Lechner ib. 21, 29 f. mit schriftproben von no 1681, 1746, 1747 und der urk. Ottos I. Damit verlieren no 1746,1747, abgesehen von den unvereinbaren daten der datirung (Wiener SB. 92, 394 vgl. 386), für das itinerar iede bedeutung.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1746, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0887-04-16_1_0_1_1_0_3920_1746
(Abgerufen am 09.12.2016).