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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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schenkt, restituirt und bestätigt der kirche von Vercelli auf bitte des bischofs Luttuard, seines lieben erzkanzlers, genannte höfe und besitzungen mit der brücke, quem Notingus episcopus eiusdem Vercellensis ecclesiae mirabiliter super eum equitando per legem recepit, omnia cum publicis districtis mercatis theloneis piscationibus venationibus portubus molendinis montibus et vallibus alpibus. Inquirinus not. adv. Liutwardi archicanc. Drei notariatstranss. von 1338 im Cod. Bissoni (angelegt 1337, vollendet 1345) Vercelli stadtarch. (A), notariatstranss. von 1340 Vercelli arch. capit. (B) vgl. Arch. stor. ital. V, 21 p. 5, *M. G. Dopsch. Ughelli 4, 1058 frg., 2. od. 4,767; Durandi Piemonte cispad. 323 aus A; M. P. Chartae 1,64 aus B. Unecht; echt das protokoll, der beginn des textes bis concederemus (abgesehen von 'sanctissimo patri Eusebio defensori christiane fidei') und einzelne formelteile (schluss der pertinenzformel, pönformel mit ausnahme von 'piissimi Eusebii iram incurrat'); interpolirt oder wenigstens zum grösseren teil interpolirt die liste der besitzungen sammt pertinenzen in unzulässiger formulirung (so immer das perfekt concessimus, contulimus et reddidimus, reddidimus et confirmavimus, obtulimus, largiti sumus u. a.). Die so verunechtete ursprüngliche urk. war nach ihrem formular eine schenkungsurk. und die schenkung mag bei dem Verhältnis Liutwards zum kaiser und dessen habsucht eine nicht unbedeutende gewesen sein. Während Bloch, N. Arch. 22, 73, auf grund des diktats die fälschung mit guten gründen dem bischof Leo von Vercelli, dem diktator der urk. Ottos III 999 mai 7 und Heinrichs II 1007, M. G. DD. 2,749; 3,158, welche auch der urk. Karls erwähnung tun, zuschreibt und dieselbe in das iahr 1007 setzt, verlegt sie Gabotto, Arch. stor. ital. V, 17 (1896), 291 f., in die erste hälfte des 14. iahrh., eine zu späte zeit, und begründet nochmals ib. 21 (1898), 5,269 f., ausführlich die unechtheit von no 1635 u. a. Im zusammenhang damit und der gefälschten urk. Berengars IB. 1316 steht eine Notitia aus der ersten hälfte des 11. iahrh., Wiener SB. 92,400 n. 5 (hier irrig in das 9. iahrh. gesetzt), Cipolla Di un diploma perduto di Carlo in favore della chiesa di Vercelli 8 (estr. dagli Atti della Acad. di Torino 25, 1891) und Arch. stor. ital. V, 17,207, die in der urk. Ottos III erwähnte inschrift über dem Johannesaltar, welche Karl ausser 3 in no 1635 genannten besitzungen auch noch die erst ende des 10. iahrh. auftretende abtei Arona und dem damals Novara gehörigen kloster Lucedio einen hof schenken lässt; sie ist ebenso unecht und zeigt ganz dieselbe mache vgl. Bloch im N. Arch. 22, 76, Schiaparelli I diplomi di Berengario I (Roma 1901) 142.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1635, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0882-03-16_1_0_1_1_0_3738_1635
(Abgerufen am 07.12.2016).