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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Zusammenkunft mit der kaiserin Angilberga (und den päpstlichen legaten, den bischöfen Formosus und Gadericus, diese genannt im vorwort zu den Sacramenta ap. Gundulfi villam, M. G. Capit. 2,342): Ludwig gibt heimlich den ihm angefallenen teil des reichs Lothars zurück und verbündet sich eidlich (allem anschein nach gegen die zusage der nachfolge in Italien für seinen ältesten sohn Karlmann) mit dem kaiser. Ann. Bert. (Hincm.) ed. Waitz 119 (die belegstellen no 1254a). Karl hatte schon nach ostern (märz 30) auf dem weg nach St. Maurice, wo er Angilberga treffen sollte, von der für mai geplanten zusammenkunft in Trier erfahren und war nach Servais zurückgekehrt. Hier erschien Adalard als gesandter Ludwigs, um eine neuerliche zusammenkunft in Maastricht vorzuschlagen, da der deutsche könig nach entsendung des heeres und Karlmanns gegen die Mährer (also noch im mai) von Regensburg nach Achen zu ziehen beabsichtigte (offenbar ein versuch sich mit Karl über Italien zu verständigen vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 2,339). Nachdem dieser von den abmachungen in Trient kunde erhalten, lehnt er eine persönliche begegnung mit der kaiserin ab, die auch dann noch den bischof Wibod (Parma) quasi amicitiae gratia an ihn abordnet. Ann. Bert. (Hincm.). So bedrohlich erscheint ihm das bündnis des deutschen königs mit dem kaiser, dass er am 9. sept. auf dem reichstag zu Gondreville hac tempestate urgente sich von allen bischöfen seines reichs und den laien den treueid zum schirm des reichs 'das gott ihm gegeben hat oder geben wird', schwören lässt, M. G. Capit. 2,342, Capit. Carisiac. c. 4 ib. 356.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1490f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0872-05-00_2_0_1_1_0_3391_1490f
(Abgerufen am 26.09.2016).