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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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(prope Masam fluvium, Ann. Fuld.) Zusammenkunft mit Karl, der von bevollmächtigten der söhne Ludwigs, welche deren forderungen geltend machen, begleitet ist, Ann. Bert. (Hincm.). Eine versöhnung zwischen dem vater und den söhnen wird nicht erzielt, da diese wegen der verzögerung der übergabe der ihnen versprochenen lehen sich weigern zu ihm zu kommen, Ann. Fuld. mit der zeitangabe: mense aug. Ludwig legt fürsprache ein für Karls sohn Karlmann, der sich schon im voriahr gegen seinen vater empört (Ann. Bert. 870) und gesandte hieher geschickt hatte; Karl fordert vergeblich die reuige rückkehr desselben: in quo aliquandiu colloquio Hlud. et Kar. immorantes aut parum aut nihil profecerunt, Ann. Bert. (Hincm.). Weitere nachrichten geben 2 schreiben Karls an papst Hadrian: in dem einen, Migne 124, 880, bemerkt er, dass er mit einigen bischöfen zur unterredung mit seinem bruder pro reconciliatione filiorum eius geeilt sei, um blutvergiessen und die greuel eines bürgerkrieges zu verhüten, in dem zweiten, Delalande Conc. suppl. 273 vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 2,331 n. 2, Schrörs Hinkmar 347 n. 155, dass er bei der zusammenkunft mit seinem bruder die auslieferung der hochverräterischen parteigänger des in Douzy abgesetzten bischofs Hincmar von Laon vergeblich verlangt habe, welche mit den schätzen der kirche von Laon im reich Ludwigs aufnahme und durch ihn bei einigen bischöfen schutz gefunden hatten; die anwesenden deutschen bischöfe hätten sich nur bereit erklärt das gegen Hincmar von Laon gefällte absetzungsurteil zu unterschreiben, wenn die bischöfe der synode von Douzy dafür die weihe Williberts von Köln anerkennen würden.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1488e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0871-08-00_1_0_1_1_0_3379_1488e
(Abgerufen am 30.09.2016).