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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Eintreffen einer griechischen flotte von 400 schiffen (an früherer stelle p. 98 ist nur von 'mehr als 200 schiffen' die rede), welche kaiser Basilius sandte, ut et Hludowico contra Sarracenos ferret suffragium et filiam ipsius Hludowici a se desponsatam de eodem Hludowico susciperet et illi in coniugio sibi copulandam duceret; sed quadam occasione interveniente displicuit Hludowico dare filiam suam patricio, unde idem patricius molestus Corinthum rediit. Ann. Bert. (Hincm.) ed. Waitz 105. Nach Constantin De themat. II, De administr. imp. c. 29 ed. Bonn. 62,130 (darnach Cont. Theoph. c, 55 ed. Bonn. 293) soll vom kaiser Basilius die initiative zum bündnis zwischen den Griechen und Ludwig und zwar zum zweck der eroberung Baris (Basilius wird erst 867 sept. kaiser) ausgegangen sein; dagegen berichtet das Chr. Salern. c. 107, dass Ludwig, als er sah, dass er Bari ohne flotte nicht einnehmen könne, eine gesandtschaft nach Konstantinopel abgeordnet und um eine flotte gebeten habe. Ein bündnis kommt 869 nicht zu stande, doch werden auch die verhandlungen nicht abgebrochen; Ludwig schickt (wol in folge seiner schlappe) den römischen bibliothekar Anastasius, Suppo (primus concofanariorum; in der V. Hadriani: archiminister), einen verwandten seiner gemahlin, und Evrard (praepositus mensae ipsius, in einer gerichtsurk. von 865 Cod. Langob. 395: vassus et senescallus d. imperatoris) nach Konstantinopel ab, welche zur zeit des konzils (869 okt. - 870 febr.) dort weilen, Acta conc. Const. Mansi 16,158, V. Hadriani c. 42 Duchesne Lib. pontif. 2,181; Anastasius unterhandelt namentlich wegen der vermählung des sohnes des Basilius (Constantin, darnach ist die angabe Hincmars zu berichtigen) und der tochter Ludwigs (Hermengard vgl. no 1240) und wünscht für diese verbindung (pium negotium, quod ad utriusque imperii unitatem, immo totius Christi ecclesiae libertatem pertinere procul dubio credebatur) die zustimmung des papstes, bericht desselben an Hadrian, Mansi 16,8 vgl. Harnack Das karol. und byzant. Reich in ihren polit. Beziehungen 78 n. 1.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1242a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0869-00-00_1_0_1_1_0_2717_1242a
(Abgerufen am 03.12.2016).