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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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schreibt papst Nicolaus, dass er, seit seinem regierungsantritt dem päpstlichen stuhl treu ergeben und immer bereit den mahnungen des papstes zu gehorchen, zu seiner schmerzlichen überraschung eben erst (nuperrime vgl. no 1315a) harte vorwürfe empfangen habe, die, obgleich nur durch zu grosse leichtgläubigkeit für die anklagen seiner feinde hervorgerufen, von ihm doch in liebe und demut, die er ia auch den päpstlichen gesandten gegenüber bewiesen, aufgenommen worden seien; er hoffe trotz der entgegen stehenden hindernisse seinen lebhaften wunsch erfüllen und zum papst kommen zu können und bitte daher, dass zugleich alter satzung gemäss seine ankläger, die ihn nicht offen, sondern heimlich verläumden, vorgeladen werden; unterdes stelle er vertrauensvoll seine sache dem gerechtigkeitsinn des papstes anheim, bis er die beweise für die nichtigkeit der anklagen erbringen und gesandte von der allgemeinen synode und reichsversammlung, welche er mitte iuli zu halten gedenke, abordnen werde; stets zum gehorsam willig wie kein anderer müsse er den papst doch bitten nicht einen ihm gleichgestellten über ihn zu erheben oder seinem land vorzusetzen (vgl. no 1313), damit nicht durch das getriebe solcher leute, dem er im interesse seines königtums und der wahrung seiner unabhängigkeit entgegen treten müsste, ein ärgernis entstehe, und demnach gesandte und briefe an ihn direkt zu schicken (vgl. no 1315b); nur böswilligkeit und neid suchten ihn immer zu verdächtigen und er habe nie die absichten gehegt, die man ihm unterschiebe; so sei es eine läge, dass er seit der abreise des Arsenius mit Waldrada verkehrt oder sie seit ihrer rückkunft aus Italien berührt oder auch nur gesehen habe; seine bereitwilligkeit zu gehorchen könne auch sein gesandter, der kanzler Grimland (canc. regiae dignitatis), bezeugen und er hoffe auf die milde und mässigung des papstes. 'Postquam nos gratuita.' Baronius 866 no 37 e cod. Trevir. = Goldast Const. 3,285 = Vorburg Hist. 12,350 = Lünig RA. 4,22 = Bouquet 7,568; *M. G. Ep. 6,236. Die ähnlichkeit der fassung und wörtliche übereinstimmung dieses briefes mit no 1304, 1313 weisen auf den gleichen diktator. In einem erst nach der heerfahrt gegen die Normannen abgegangenen schreiben, M. G. Ep. 6,235, versichert bischof Adventius von Metz den papst fast mit denselben worten, dass Lothar seit der rückkehr des Arsenius mit Waldrada keinerlei verkehr gehabt, ia sie ermahnt habe beim papst verzeihung zu suchen und dass er Theutberga behandle, sicut rex coniunctam sibi debet tractare reginam; der brief ist mit ienem Lothars gleichwertig.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1316, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0867-00-00_2_0_1_1_0_2892_1316
(Abgerufen am 11.12.2016).