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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Schreibendes papstes Hadrian II an Lothar, dass dessen 'rechtmässige' gemalin Theutberga (vgl. no 1316a) mit dessen zustimmung persönlich bei ihm um scheidung ihrer ehe angesucht, da sie ein körperliches gebrechen habe und mit ihm nicht durch rechtmässige ehe verbunden sei, dass er aber, an der unlöslichkeit der ehe festhaltend, seine einwilligung verweigert und die endgiltige entscheidung einer späteren synode vorbehalten habe; er ermahnt ihn Theutberga als seine gattin aufzunehmen oder, wenn sie es vorziehen sollte bis zur synode auf einem ihrer güter zu bleiben (nach der wahrscheinlich von Hadrian 869 in Montecasino gehaltenen rede, Mansi 15,893, Wiener SB. 72,538 vgl. Parisot Le royaume de Lorraine 320 n. 3. beteuert sie vor dem papst, quod ante inter paganos aufugeret, quam faciem Lotharii regis videret), ihr seinen schutz angedeihen zu lassen und die versprochenen abteien zu ihrem unterhalt zu geben, sich selbst aber aufzuraffen und Waldrada zu meiden. Mansi 15,833, Reg. pont. 2. ed. no 2892 vgl. Ann. Bert. (Hincm.) ed. Waitz 90: sed Adrianus papa atque Romani talibus neniis non credentes iussa est (Theutb.) ad virum suum reverti. - Ausser Theutberga waren auch Theutgaud und Gunthar nach Rom gekommen, da ihnen Arsenius (magnae calliditatis et nimiae cupiditatis homo spe falsa seducens, ut ab eis exenia acciperet, vgl. über ihn auch no 1239i) hoffnung auf ihre wiedereinsetzung gemacht hatte, Ann. Bert. vgl. Ann. Xant. 869. Theutgaud wird vom papst am tag seiner weihe (dez. 14) die laienkommunion sub congrua satisfactione gewährt, V. Hadriani c. 10 Duchesne Lib. pontif. 2,175; er findet aber in dem ihm angewiesenen römischen kloster S. Gregorio keine ruhe und stirbt bald darauf in der Sabina, Johannis V. Gregorii M. IV, 94 = G. Trevir. c. 26 M. G. SS. 8,164. Ann. Bert. Xant. 869, Regino 865, Transl. s. Glodes. M. G. SS. 24,507 n. vgl. Parisot Le royaume de Lorraine 307 n. 3; auch Gunthar wird von der krankheit, welche das gefolge der beiden erzbischöfe wegrafft, ergriffen und entrinnt kaum den tod. Ann. Bert. vgl. Ann. Xant. 869.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1316b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0867-00-00_1_0_1_1_0_2895_1316b
(Abgerufen am 05.12.2016).