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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Gesandtschaft der Bulgaren, welche berichtet, dass ihr könig (Bogoris, nach der taufe Michael) mit einem nicht geringen teil des volkes das christentum angenommen habe, und den verbündeten (vgl. no 1455a) deutschen könig um unverweilte absendung geeigneter glaubensprediger bittet. Ann. Fuld., ausführlicher Ann. Bert. (Hincm.), beide am schluss ihres iahresberichtes. Die letztere quelle berichtet zugleich über die abordnung von gesandten nach Rom; diese treffen dort im aug. 866 ein, V. Nicolai c. 68 Duchesne Lib. pont. 2,164, erst am 13. nov. erlässt Nicolaus sein antwortschreiben ad consulta Bulgarorum, Mansi 15,401, Jaffé Reg. pont. 2. ed. 2812. Es ist immerhin möglich, dass Bogoris gleichzeitig von dem befreundeten deutschen könig und dem papst sich missionäre erbeten habe, dass also die bulgarischen gesandten schon im sommer 866 in Regensburg erschienen, doch aber auch, dass Bogoris sich erst an Ludwig wandte, als die erledigung seines gesuches in Rom sich verzögerte. Legt man auch auf den wortlaut des berichtes der Ann. Fuld.: ut rex idoneos praedicatores ad eos mittere non differret nicht besonderes gewicht, so wäre es immerhin, wenn die gesandten schon im sommer sich eingefunden hatten, auffällig, dass die deutschen missionäre erst im nächsten iahr nach Bulgarien zogen. Ludwig wendet sich an Karl d. K. mit der bitte um beisteuer kirchlicher gerätschaften und bücher für die missionäre; Karl erhält von seinen bischöfen eine nicht geringe anzahl und sendet sie seinem bruder. Ann. Bert. (Hincm.). - Dagegen hatte sich Rastislaw von Mähren 863 um missionäre nach Konstantinopel gewandt, die von kaiser Michael gesandten glaubensboten Konstantin (Cyrill) und Method beginnen 864 ihre erfolgreiche tätigkeit; die belege bei Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 2,179 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1462f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0866-00-00_2_0_1_1_0_3310_1462f
(Abgerufen am 25.09.2016).