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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Eintreffen des päpstlichen legaten und rates Arsenius, bischofs von Orta, bei Lothar. Arsenius, der an Ludwig d. D. und Karl d. K. sowie an deren geistliche und weltliche grosse (Ann. Bert.) päpstliche briefe mit der eindringlichen mahnung, den frieden mit dem kaiser und Lothar zu wahren und die mit diesem eingegangenen verträge aufrecht zu halten, zu überbringen hatte (die schreiben an Karl und die bischöfe seines reichs Mansi 15,287, 288, Jaffé Reg. pont. 2. ed. no 2773,74, iene an Ludwig und die deutschen bischöfe verloren vgl. no 1230b), während ein später (zu ostern) abgegangenes schreiben des papstes nach empfang von briefen des westfränkischen und deutschen königs deren einigung als ehrliche und ungefährliche anzuerkennen sich beeilt, Mansi 15,291, Jaffé 2. ed. no 2788, war im iuni nach Frankfurt gekommen und hatte von Ludwig, gemäss seiner friedensmission (ob pacem et concordiam inter Hludowicum regem et nepotes eius, Hludowicum videlicet Italiae imperatorem et Hlotharium fratrem eius [in der andern fassung: inter Hludowicum et Karolum fratrem eius nec non Hlotharium nepotem eorum], renovandam atque constituendam missus est in Franciam, Ann. Fuld. vgl. Ep. Arsenii M. G. Ep. 6,225: cum nos. fuissemus .. directi fratrum pro pace regumque concordia und V. Nicolai c. 63 Duchesne Lib. pontif. 2,163), die zusage einer zusammenkunft in Köln mit Karl und Lothar erwirkt, Ann. Fuld. vgl. Ann. Bert. (Hincm.) Xant. 866. Von Frankfurt ging Arsenius nach Gondreville und überreichte die päpstlichen schreiben an Lothar (Floss Papstwahl Urk. 30) und die lothringischen bischöfe (Mansi 15,379, Jaffé 2. ed. no 2776), welche dem könig, falls er nicht unverzüglich Theutberga zu sich nehme und Waldrada verstosse, die fällung der definitiven sentenz, die bisher nur aus liebe zum kaiser aufgeschoben worden sei (Ep. ad Loth. vgl. no 1230b), und damit die förmliche ausschliessung aus der kirchlichen gemeinschaft androhen. Ann. Bert. (Hincm.) vgl. Ann. Fuld., Xant. 866, Regino 866; ebenso bestimmt ist diese drohung in dem schreiben des papstes an Ludwig d. D. und Karl d. K. mit schroffer ablehnung der von Lothar öfter angekündigten Romreise, welche doch nur eine hinausschiebung bezwecken solle, ausgesprochen, Mansi 15,292. Von Lothar begibt sich Arsenius zu Karl d. K., bei dem er mitte iuli in Attigny eintrifft, um auch diesem die päpstlichen schreiben zu überreichen, Ann. Bert. (Hincm.) vgl. Ann. Fuld.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1306a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0865-06-00_1_0_1_1_0_2866_1306a
(Abgerufen am 02.10.2016).