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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Heerfahrt gegen Karlmann, der bereits auf dem wog zu seinem vater, um sich von der gegen ihn erhobenen anklage des hochverrats (tam multis criminibus et tam magnis apud patrem absens accusatus est, ut merito reus maiestatis haberi debuisset, si ea, quae in eum dicta sunt, ab accusatoribus probari potuissent) zu reinigen, erschreckt wieder nach Kärnten zurückgekehrt war, als er erfahren hatte, sein erzürnter vater habe feierlich erklärt, Karlmann bleibe, so lange er lebe, von ieder öffentlichen würde ausgeschlossen. Der könig sammelt ein heer, angeblich um mit hilfe der von osten angreifenden Bulgaren den herzog Rastislaw von Mähren zu bekriegen, wendet sich aber unerwartet gegen Karlmann. Graf Gundachar, dem dieser mit dem besten teil seiner truppen die verteidigung der Schwarzafurt (am Semmering) anvertraut hatte, geht zu ihm über und erhält als den versprochenen lohn des verrats die markgrafschaft Kärnten. Ann. Fuld. Karlmann, von Rastislaw im stiche gelassen und den seinen verraten, entflieht. Ludwig entsendet Blitgar an seinen bruder mit dem ersuchen Karlmann, wenn er zu ihm käme, nicht aufzunehmen. Doch dieser erscheint kurz darauf unter bürgschaft der grossen vor seinem vater und unterwirft sich; er wird in freier haft gehalten. Ann. Bert. (Hincm.) ed. Waitz 62, Ann. Fuld. mit für Karlmann, der unschuldig gewesen sei, parteiischem bericht. In Ann. Xant. 864 nur die notiz: Lud. totum pene annum morabatur in Baioaria caute agens contra Margos rebelles, sed et contra filium.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1450e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0863-00-00_2_0_1_1_0_3275_1450e
(Abgerufen am 10.12.2016).