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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Tod seines bruders Karl, 'königs der Provence' (ian. 24). Lothar eilt, als er gehört, dass sein bruder k. Ludwig schon dahin gekommen sei und die grossen für sich zu gewinnen suche, gleichfalls zur besitznahme des reichs dahin; durch die vermittlung ihrer umgebung kommt (im mai, wie es scheint, vor mai 18 vgl. no 1300 und Parisot Le royaume de Lorraine 224 no 2) eine vereinbarung zu stande, welche die entscheidung einer späteren zusammenkunft vorbehält. Beide parteien wenden sich an Karl d. K.: Ludwig II sendet den bischof Liutard von Pavia, Ludwig d. D. den bischof Gebahard von Speier, Lothar den grafen Nantharius 'um frieden bittend' an Karl, der eben von Le Mans, wo er ostern (apr. 11) gefeiert, in die gegend ienseits der Seine zurückkehrt; der westfränkische könig gibt die zusicherung frieden zu halten, quantum infestatio contrariorum sibi permisit. Ann. Bert. (Hincm.) ed. Waitz 61. Bei der teilung, die noch 863 erfolgte, da Ludwig II sich zu ende des iahrs so kräftig der sache Lothars annimmt, und die für diesen immerhin einen verzicht auf das ganze, das er sich durch einen erwerbvertrag zusichern gesucht hatte (no 1283b), bedeutete, erhält Ludwig einen teil des transiuranischen Burgunds und die Provence, Lothar das übrige, Adonis chr. ib. 2,323 vgl. no 1222b,d. Die meldung Reginos 858, dass um das reich Karls von Burgund zwischen Karl d. K. und Lothar 'ein nicht geringer streit' sich erhoben habe, beruht nur auf einer verwechslung mit den ereignissen von 861.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1298b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0863-00-00_1_0_1_1_0_2848_1298b
(Abgerufen am 08.12.2016).