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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Erhebung Karlmanns: Karlmannus quoque, filiorum regis maximus, res novas molitus est: expulit enim duces, quibus custodia commissa erat Pannonici limitis et Carantani, atque per suos marcam ordinavit, quod regis animum rebellionem suspicantis non parum commovit. Ann. Fuld. Nach Ann. Bert. (Hincm.) verbündet sich Karlmann mit herzog Rastislaw von Mähren (cum Resticio Winidorum regulo) und bemächtigt sich mit dessen hilfe 'eines grossen teils des väterlichen reichs bis zum Inn'. Die letztere nachricht ist wenig wahrscheinlich oder der versuch dieser ausdehnung des Karlmann unmittelbar untergebenen gebiets war nur ein rasch vorübergehender. Karlmanns erhebung steht allem anschein nach in ursächlichem zusammenhang mit der amtsentsetzung seines schwiegervaters, des grafen Ernst, und hat wol erst nach derselben stattgefunden; wahrscheinlich war sie es, die Ludwig von Frankfurt nach Salzburg führte. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 2,24 vermutet, dass dem bündnis Karlmanns mit Rastislaw herzog Priwina (vgl. no 1442) zum opfer gefallen sei, der nach der Conv. Bagoar. c. 13 M. G. SS. 11,14 von den Mährern getödtet wurde; dies geschah 860-864. Die schenkung seines sohnes Chezul (Kozel) zu Regensburg 861 märz 21 an Freising, Meichelbeck H. Fris. 1b, 353 no 710 (berichtigung der ind. von Hundt in Abhandl. der hist. Classe der bayer. Akad. XIII, 1,107), steht damit kaum in beziehung.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1448a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0861-00-00_1_0_1_1_0_3258_1448a
(Abgerufen am 10.12.2016).