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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Gesandtschaft an den papst für den erzbischof Johannes von Ravenna, der, wegen seiner unbotmässigkeit gegen den römischen stuhl von einer römischen synode exkommunizirt (Muratori SS. 2b,117 c. 6, Mansi 15,658), nach Pavia zum kaiser gekommen war, um seinen schutz anzurufen; papst Nicolaus 'schilt sanft' die gesandten, dass sie mit einem gebannten verkehrt hätten, und ladet den mit ihnen angelangten erzbischof für nov. 1 vor die synode. Der papst geht selbst nach Ravenna; der erzbischof begibt sich nochmal zum kaiser nach Pavia, um beschwerde zu erheben, dieser verwendet sich abermals, aber wieder vergeblich für ihn; Johannes muss sich im nov. auf der römischen synode unterwerfen. V. Nicolai c. 16 f. Duchesne Lib. pontif. 2,155 vgl. Lib. de imp. pot. M. G. SS. 3,721, der sogar von repressalien des kaisers zu berichten weiss. Wie Duchesne 2,168 n. 17 bemerkt, sind diese ereignisse, die man bisher (so auch Jaffé Reg. pont. 2. ed. p. 344) dem iahr 862 zuwies, in das iahr 861 zu setsen. Da die akten der römischen synode vom 18. nov. 861 (a. Nicolai IV, Lud. XI, ind. X), Muratori SS. 2b,204, Mansi 15,598, die auch den erzbischof Johannes als anwesend erwähnen, nur der 2. römischen synode, als Johannes sich schon unterworfen, angehören können. - Am 23. nov. 862 empfiehlt der papst dem kaiser seine beiden nach Francien zur synode in Metz in causa Lotharii regis abgeordneten gesandten, welche er nicht so rasch, ut inter nos statutum est, abordnen konnte, Mansi 15,279, Jaffé Reg. pont. 2. ed. no 2701.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1222a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0861-00-00_1_0_1_1_0_2653_1222a
(Abgerufen am 30.09.2016).