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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Entsendung der söhne des grafen Konrad (Konrad und Hugo), deren treue er vertraut, um Karls lage auszukundschaften und ihm bericht zu erstatten; diese gehen zu Karl über und überreden ihn Ludwig, der sich sicher fühle und nur ein kleines gefolge um sich habe, unvermutet mit seinen truppen zu überfallen. Ann. Fuld. 858. Karl, der am 6. ian., von wenigen bischöfen umgeben, im kloster St. Germain in Auxerre der übertragung des h. Germanus beiwohnt, bricht bald darauf auf, Heirici Mirac. s. Germ. II, 9,10 M. G. SS. 13,404; am 9. ian. urkundet er noch zu Auxerre für das kloster St. Germain B. 1674, dessen kirche Konrad durch eine krypta geschmückt hatte, Bouquet 7,355 n. a. Konrad ist der bruder von Ludwigs gemahlin Hemma und der kaiserin Judith; der anschluss seiner söhne (Hugo erhielt noch 859 die abteien St. Germain d'Auxerre und St. Bertin, urk. Karls 859 sept. 11 B. 1683, Folcwini G. abb. s. Bert. c. 64 M. G. SS. 13,619) scheint auch aus eifersucht auf die sippe Adalhards erfolgt zu sein vgl. Wenck Das fränk. Reich nach dem Vertrage von Verdun 307. Regino 866 M. G. SS. 1,577, ed. Dümmler 90 berichtet, dass Ludwigs strammeres regiment die westfränkischen grossen wieder Karl zugeführt habe (videntes, quod longe aliter incederet erga eos quam existimaverant, poenitudine tacti ad Carolum revertuntur) vgl. auch die darlegungen Wencks 297 und Dümmlers Ostfränk. Reich 2. A. 1,442.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1436d, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0859-00-00_1_0_1_1_0_3233_1436d
(Abgerufen am 09.12.2016).