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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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verleiht aus liebe zu seiner seligen (bonae memoriae) tochter Hildigard deren priester Berold, welcher ihr, so lange sie lebte, treu gedient, aus dem besitz des klosters St. Felix und Regula die Peterskapelle in der villa Zürich und 2 kapellen in den orten Bürglen und Silenen im tal Uri auf lebenszeit zu lehen mit der bestimmung, dass sie nach dessen tod wieder an das kloster heimfallen. III id. mart. reg. XXV. *Ungefähr gleichzeitige k. (A) = ch. s. XV Zürich (B). Neugart C. d. Alem. 1,295 ex Dursteleri Hist. ms. abbatiae s. Fel. et Reg. (ietzt stadtbibl. Zürich); Geschichtsfreund der 5 orte 8,5 aus A; Wyss Abtei Zürich Beil. 4 aus B; Escher und Schweizer Züricher UB. 1,27 aus A; regest Scheuchzer Alphab. einl. t. I, II, zuerst erwähnt Goldast SS. 3,152. Der monatsname offenbar fehler des kopisten oder schon des urkundenschreibers selbst für 'mai'. In der korroboration ist auch die unterschrift der söhne des königs angekündigt vgl. Sickel Beitr. I Wiener SB, 36,392, der kopist hat die unterschriften wie die rekognition ausgelassen. Nach Ann. Aug. M. G. SS. 1,68, Jaffé Bibl. 3,703 starb Hildigard 856, nach Ann. Alam. M. G. SS. 1,50 erst 857; den todestag dez. 23 geben das St. Gallener und ein Züricher nekrolog, M. G. Necrol. 1,487, 547, Wyss Zusätze 13 no 60, und Hildigards grabschrift M. G. Poetae l. 5,335; da sie in dieser urk. bereits als verstorben erwähnt wird, muss sie 856 dez. 23 gestorben sein; der irrtum der Ann. Alam. erklärt sich daraus, dass ihr tod um die iahreswende (dez. 25) fiel. Wenn es in no 1433 noch 858 apr. 16 heisst, Ludwig habe eine schenkung 'iuxta postulationem dilectissimae filiae nostrae Hildigardae' gemacht, so liegt nur eine ungenauigkeit des urkundenschreibers vor, der in die fast wörtlich abgeschriebene vorlage no 1407 iene worte einschaltete und, wie es auch sonst öfter geschah vgl. Ficker Beitr. z. UL. 2,130, Sickel Beitr. VI Wiener SB. 85, 408 n. 1, M. G. DD. 1,240 no 159, das übliche 'bonae memoriae' beizufügen unterliess; no 1433 ist demnach nur spätere beurkundung der noch zu Hildigards lebzeiten erfolgten schenkung (ähnliche fälle sind zusammengestellt in Mittheil. d. Instituts f. öst. GF. 3,309) und diese urk. wird dadurch für die zeitbestimmung des todes Hildigards wertlos. Anderer ansicht ist Vögelin im Jahrb. f. Schweiz. Gesch. 15,250.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1425, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0857-05-13_1_0_1_1_0_3197_1425
(Abgerufen am 06.12.2016).