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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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schenkt der kirche von Worms auf bitte des bischofs Samuel gewisse königliche rechte innerhalb der stadt Worms, nämlich die ganze münze und den königsscheffel, genannt stuofchorn, und bestätigt von neuem alle zölle, an den fiscus zu zahlenden bussen und fiskalabgaben in und ausser der stadt, die fortan dem vogt der kirche gleich einem königlichen beamten im vollen gesetzlichen betrag zu entrichten sind. Hadebertus subdiac. adv. Baldrici abbatis. Reg. XXIIII ind. IIII. *Ch. s. XII Hannover (A); ch. s. XV zu Darmstadt (B). Schannat Ep. Wormat 2,6 ex arch. cath. (B, ohne rekognition); Boos UB. der Stadt Worms 1,11 aus AB. Fälschung aus der zweiten hälfte des 10. iahrh. von demselben fälscher, der auch die andren fälschungen für Worms no 347 (ietzt auch M. G. DD. Kar. 1,371), 1415, 1419 und iene auf den namen Arnolfs sowie die verunechtungen zu no 99, 871 lieferte vgl. Lechner in Mittheil. des Instituts f. öst. GF. 22,384, auch formell in engem zusammenhang mit der gefälschten urk. Arnolfs 898 okt. 14 (hier auch das stoufchorn), benützt in der urk. Ottos I 970 apr. 10 und Ottos II 973 iuli 1 M. G. DD. 1,534 no 392; 2,55 no 46; während Lechner l. c. 371, 392 auch diese beiden urk. als unecht erklärt, ohne übrigens für den entscheidenden punkt, die nichtoriginalität der urk. Ottos I den beweis zur evidenz zu bringen, tritt Uhlirz in den Jahrb. Ottos II 218 als apologet für deren originalität ein und setzt p. 223 die 'abschrift in diplomform' der urk. Ottos II nun 'thatsächlich' in das iahr 973. Für die entstehungszeit der fälschungen ist die kontroverse, ob dieselben, wie Lechner behauptet, unter bischof Hildebald (979-998), oder, wie nach M. G. DD. 1,394, unterdessen vorgänger Anno (950-978) angefertigt wurden, an sich ziemlich belanglos, sicher ist, dass sie in der zweiten hälfte des 10. iahrh. entstanden. Der zoll war Worms nur in beschränktem mass verliehen worden vgl. die interpolirte urk. Ludwigs d. Fr. no 871 und die bestätigungsurk. Ottos I M. G. DD. 1,165, für den besitz der andren fiskalrechte fehlt in dieser zeit ieder beleg. In no 1414, das bereits von Heumann Comment. 2,225 und Sickel Beitr. I, II Wiener SB. 36,398; 39,134 als fälschung gekennzeichnet wurde, stammt das Protokoll aus einer echten urk., die auch in no 1415, 1419 benützt ist, die daten sind also für das itinerar verwertbar; die rekognition ist durch no 1412 beglaubigt. Mit rücksicht auf den gewöhnlichen datirungsfehler (a. reg. um 1 zu hoch) nach der ind. eingereiht.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1414, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0856-01-20_1_0_1_1_0_3180_1414
(Abgerufen am 29.09.2016).