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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Zusammenkunft mit seinen brüdern Ludwig II und Lothar II: dieser will seinen iungen bruder Karl (Karlum puerum) zum geistlichen scheeren lassen, doch die grossen entreissen ihn seinen händen; die ältern brüder überlassen ihm, wie der vater bestimmt, die Provence und die grafschaft Lyon, Ann. Bert. (Prud.) vgl. no 1280a. Karls erzieher, der wol auch die regierungsgeschäfte führt, ist Gerard; Karl nennt ihn in no 1326 parens ac nutritor, in no 1334 magister. Hincmar stellt die besitzungen der Reimser kirche förmlich unter seinen schutz, Flodoard H. Rem. III, 25 M. G. SS. 13,540 vgl. auch no 1333a. - In den urkunden, welche auch die in den diplomen Lothars I übliche invokation 'In nomine domini nostri Jesu Christi dei aeterni' tragen, führt Karl den titel: Karolus divina ordinante providentia rex quondam Hlotharii piissimi augusti et incliti (no 1326 nur piissimi, no 1328, 31, 35, 37: quondam augusti) filius; schon deshalb ist die von Baluze Karl von Burgund zugeschriebene urk. für erzbischof Agilmar von Vienne, Baluze Capit. 2,1465 = Bouquet 8,675, auszuscheiden, abgesehen davon, dass dieselbe Aquitanien berührt. Das material für die feststellung der datierung ist äusserst dürftig: nach no 1334 war eine septemberind. in gebrauch, demgemäss ist auch no 1326 zu 856 zuzuweisen; no 1326,27 ergeben das verhältnis a. reg. = ind. - 3, also epoche von 855, die folgenden urk. no 1328-1334 (in no 1331 ist reg. VII nur lese- oder schreibfehler für IIII) aber das verhältnis a. reg. = ind. - 4, demnach epoche von 856, wie es scheint, im anschluss an den vertrag von Orbe; die beiden verhältnisse sind konstant, a. reg. und ind. setzen daher gleichzeitig um.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1325f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0856-00-00_1_0_1_1_0_2923_1325f
(Abgerufen am 29.09.2016).