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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Vermählung mit Theutberga. Ann. Laubac. Lob. M. G. SS. 1,15; 13,232 vgl. Adventii Lib. apolog. M. G. Ep. 6,215: in diebus paterni luctus; Regino zu 856. Die vermählung erfolgt cum consensu et voluntate fidelium suorum more regali, Syn. Aqu. in Hincmari Lib. de divortio Loth. Op. 1,573, Migne 125, 636, M. G. Capit. 2,463 B c. 1; dass Lothar, wie Adventius Lib. apolog. l. c. behauptet, zu dieser ehe von Hucbert förmlich gezwungen worden sei, ist durchaus unglaublich, wenn ihn auch immerhin politische rücksichten zu dieser verbindung bewogen haben mögen vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 2,5. Theutberga ist die tochter Bosos und die schwester des abts Hucbert von St. Maurice (vgl. no 1124, 1227b, 1276, 1277), Common. Nicolai I Mansi 15,367 (auch Gratiani Decr. c. 4 C. XXXI qu. 2); ob Theutbergas vater iener graf Boso war, der 826 als königsbote auftritt, no 838 vgl. 831, oder 844 im gefolge Ludwigs II in Rom war, V. Sergii II c. 14 Duchesne Lib. pontif. 2,90, lässt sich nicht entscheiden? er lebte 855 nicht mehr, denn Theutberga wird von ihrem bruder parentum loco legaliter an Lothar übergeben, Hincmar De div. Loth. Op. 1,634, Migne 125,697: ein andrer bruder ist wol iener graf Boso, dessen gemahlin Engeltrud sich von einem seiner vasallen 856 oder 857 entführen liess und dann als verwandte (Hincmar De div. Loth. l. c. 691; 754) bei Lothar aufnahme und schutz fand vgl. Wenck Das fränk. Reich nach dem Vertrag von Verdun 345 n. 2, Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 2,17 n. 2. Als Lothar sich vermählte, hatte er, nach dem beispiel seines vaters (vgl. no 1144) sinnlichen genüssen huldigend (aliique filii eius [Hloth. I] similiter adulteriis inserviunt, Ann. Bert. 853 vgl. Contest. Hloth. in syn. Aqu. 862 Mansi 15,614), bereits Waldrada als konkubine, Regino 864; nach dem 'sehr unlauteren' Lib. apol. des Adventius von Metz soll dem unmündigen prinzen dieselbe (virginem nobilem; libera in ep. Nicolai I Mansi 15,342) noch sein vater sub nomine divinae fidei, ut eam in dei fide et suo futuro tempore custodiret, übergeben und in praetitulatione dotis 100 mansen angewiesen haben, M. G. Ep. 6,215 vgl. die briefe Nicolaus' Mansi 15,343, 367, 319, 313. Über Hincmars Lib. de divortio Lotharii M. Sdralek, Hinkmars von Rheims kanonistisches Gutachten über die Ehescheidung des Königs Lothar II (Freiburg i. B. 1881), Schrörs Hincmar von Reims 188 f., Parisot Le royaume de Lorraine 172 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1277a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-00-00_1_0_1_1_0_2794_1277a
(Abgerufen am 26.09.2016).