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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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bestätigt der kirche von Aquileia die patriarchal- und metropolitanwürde über die bistümer Istriens, mit welcher dieselbe laut der vom grafen Evrard, seinem gevatter (compater = amitae vir, Ducange Glossarium ed. n. 2,463), in vertretung des patriarchen Theutmar (Aquilegensis sive Foroiuliensis patr.) vorgelegten urkunden seit der ausbreitung des katholischen glaubens bekleidet und welche ihr gegen die ansprüche von Grado, wohin sich der patriarch Paulus nach der übergabe Aquileias an den Hunnenkönig Attila geflüchtet hatte wie der erzbischof Honoratus von Mailand nach Genua, auf ansuchen seines grossvaters Ludwig und seines vaters Lothar um schlichtung des streites von der synode zu Mantua zu zeiten des papstes Eugen (827 vgl. no 840) in beisein des patriarchen Maxentius von Aquileia, dann nochmal unter papst Gregor (IV) endgiltig zugesprochen und auf bitte des patriarchen Andreas unter vermittlung des grafen Eberhard von neuem urkundlich (deperd.) bestätigt worden war. Dructemirus archicanc. Nur imp. Hlud. V ind. III; auch im titel fehlt die erwähnung Lothars. Transs. von 1261 Venedig Marciana XIV, 101, Pertz' Arch. 5, 622 no 2 (daraus 3 k. in der sammlung Fontanini und n. k. auf der Marciana, Valentinelli Reg. no 48, 52 vgl. Sickel Reg. 248 K 58); k. s. XV in Cividale (daraus eine reihe andrer k., so s. XVI Guarneriana in S. Daniele, s. XVII in Coll. di Giorgio di Mels in Udine u. a.), *M. G. Dopsch; nach Muratori SS. 16, 87 vgl. Pertz' Arch. 12,673 das or. einst im besitz der grafen Collalto. Ughelli 5,39 e cod. ms. ap. Apost. Zenum mit kal. nov. a. X propitio imp. Hlud. quinta ind. (statt a. Christo propitio imp. Hl. quinto, ind ...) = Lünig C. d. Ital. 2,1943; Rubeis Mon. Aquil. 438 (mendis detersum) = Cappelletti 8,131 = Archeografo Triest. 2,75 mit varianten des ms. von Nicoletti = Kandler C. d. Istriano zu 855; erwähnt Muratori SS. 16, 10, 33. Böhmer 644 irrig zu nov. 11. Vorlage die verlorne urk. Lothars, für welche die akten der Mantuaner synode benützt waren vgl. Mansi 14,496. Der streit zwischen Aquileia und Grado wird nochmal 844-47 vor papst Sergius II anhängig gemacht, Jaffé Reg. pont. 2. ed. no 2592 vgl. Andr. Danduli Chr. Vill, 2 p. 22, Muratori SS. 12,178, und das um diese zeit entstandene Carmen di Aquilegia numquam restauranda (besonders str. 24) M. G. Poetae l. 2,150. Eberhard war gemahl der tochter Ludwigs d. Fr. Gisla, Dümmler im Jahrb. f. vaterländ. Gesch. 1,173. Ostfränk. Reich 2. A. 3,14; er hatte sich namentlich in den kämpfen gegen die Slaven und Sarazenen ausgezeichnet, Andreae Berg. Hist. c. 8. M. G. SS. Lang. 226, Sedulius Scottus M. G. Poetae l. 3,202, 212,220.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1200, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0854-10-30_1_0_1_1_0_2601_1200
(Abgerufen am 28.09.2016).