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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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überträgt auf bitte des abts Grimald von St. Gallen, seines erzkaplans, mit zustimmung des bischofs Salomon von Konstanz und der kanoniker und im einvernehmen mit seinen getreuen, bischöfen, äbten und grafen, um den trotz des von seinem grossvater k. Karl (no 228), seinem vater k. Ludwig (no 605) und von ihm selbst (no 1353) bestätigten übereinkommens, nach welchem das kloster gegen einen iährlichen zins von einer unze gold und einem pferd im wert von 1 pfund und die verpflichtung, so oft es nötig, die Stephanskirche ausserhalb der stadt einzudecken (die letzte bestimmung hier neu) den Konstanzer bischöfen zu keinen weiteren leistungen verpflichtet sei, fortdauernden streitigkeiten ein ende zu machen, genannte klostergüter in den grafschaften des grafen Chazo im gau Swercenhuntare (am linken Donauufer w. Ulm), des pfalzgrafen Ruadolt im Affagau (w. vom vorigen), des grafen Odalrich im gau Goldineshuntare (sw. vom Affagau zu beiden seiten der Donau) und des grafen Uto im gau Berchtoldsbaar an das bistum, erklärt damit das kloster, das nunmehr wie die übrigen klöster nur der kanonischen autorität des bischofs unterstehe, iedes zinses und dienstes gegen das bistum ledig und bestätigt zur austragung eines andren streites aus der zeit der verbindung des bistums mit dem kloster, der dadurch entstanden war, dass zinsleute ihr dem bistum zinspflichtiges gut an das kloster vergabt hatten, die übergabe des vom priester Regimfrid geschenkten besitzes zu Biscoffeshori (zwischen Rhein und Bodensee bei Konstanz vgl. Meyer v. Knonau in St. Galler Mitteilungen 13,41 n. 113) und einer von Poso geschenkten hufe zu Buch im Arbongau (am s. ufer des Bodensees) an das bistum. Comeatus not. adv. Grimaldi. *Or. (ganz von Comeatus geschrieben) St. Gallen (A), dazu eine nachzeichnung s. X in. von derselben hand, welche no 1410 schrieb, und eine k. s. X in bücherschrift. Status eccl. et monast. s. Galli 15 (aus A) = Herrgott Geneal. 2,32 = Neugart C. d. Alem. 1,289 extr.; Wirtemberg. UB. 1,141; Wartmann UB. 2,50 = Pressel Ulmisches UB. 1,3. Über die ausfertigung dieser urk. (fertigung des konzepts, genehmigung desselben durch den könig, befehl an den kanzler die urk. in legitimis cartis auszufertigen, unterschrift des königs, aushändigung eines exemplars an das kloster, eines zweiten an das bistum) berichtet ausführlich Ratpert Casus s. Galli c. 8 M. G. SS. 2,69 (in der ausg. von Meyer v. Knonau in St. Galler Mittheilungen 13,41 c. 23-25) vgl. dazu Ficker Beitr. z. UL. 1,111; 2,20, 59,61, 109. Sickel Beitr. I, VII Wiener SB. 36,338 n. 1; 93,688 n. 2. Über die einreihung Sickel Beitr. I ib. 36,392, auflösung der tironischen noten Wartmann UB. 2,402, Sickel Beitr. VII l. c. 93,688. Eine wenig später fallende conventio de terminis locorum inter s. Gallum et Constantiensem ep. in St. Galler Mittheilungen 13,249.

 

Verbesserungen und Zusätze:

über die tiron. noten im Arch. für Urkundenforschg. 1, 156 mit facs. derselben fig. 29; 153; 157, 159.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1409, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0854-07-22_1_0_1_1_0_3170_1409
(Abgerufen am 01.10.2016).