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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Gesandtschaft der aufständischen Aquitanier, die Ludwig wiederholt dringend bitten, er möge entweder selbst die regierung ihres landes übernehmen oder einen seiner söhne senden, um sie von der 'tyrannei' Karls (vgl. no 1162b) zu erlösen, damit sie nicht etwa gezwungen seien bei den fremden und heiden mit gefahr ihres christlichen glaubens die ihnen von den rechtgläubigen und rechtmässigen herren verweigerte hilfe zu suchen. Ann. Fuld. vgl. Ann. Bert. (Prud.): Aquitani pene omnes a Karolo recedunt atque ad Ludowicum regem Germaniae legatos suae deditionis cum obsidibus mittunt. Die weitere meldung; Idem Ludowicus pro quibusdam conditionibus tempore perturbationum inter se et Karolum acriter permovetur (vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 1,381) weist auf eine tiefer gehende spannung hin. Karl sucht sich gegen die drohende gefahr dadurch zu sichern, dass er sich enger an Lothar anschliesst (vgl. no 1162b) und die Bulgaren erkauft (Bulgari .. ut fertur, a nostris muneribus invitati, Ann. Bert. (Prud.), die, verbündet mit den Südslaven, das ostfränkische reich angreifen, aber zurückgeschlagen werden. Auch unter den Nordslaven treten aufrührerische bewegungen auf (Guinedes contra Lud. solitis sibi perfidiis mentiuntur), Ann. Bert. (Prud.).

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1407a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0853-00-00_1_0_1_1_0_3163_1407a
(Abgerufen am 01.10.2016).