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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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schenkt dem kloster Herford einen herrenmansus und die hälfte des lehens des grafen Hrodrad mit 29 darauf ansässigen familien in der villa Kilver im gau Grainga (w. Osnabrück), 8 familien und 9 mansen in der villa Laer und einen mansus mit einer familie in der villa Erpen im gau Sutherbergi (s. Osnabrück) und eximirt diese von ieder öffentlichen gerichtsbarkeit ausser der ihres vogtes. Comeatus not. adv. Radleici. Reg. XVIIII ind. XV. *Or. (ganz von Comeatus geschrieben, A), k. s. X (keine neuausfertigung, wie Wilmans und Ficker Beitr. z. UL. 1,309 angenommen, B) Münster. Schaten Ann. Paderb. 1,162 mit reg. XXIIII = Lünig RA. 18b, 122 mit reg. XVIII; aus A: Erhard Reg. Westf. C. d. 1,15 no 19, Wilmans Kaiserurk. 1,113, Philippi Osnabrücker UB. 1,20; facsim. von B in KU. in Abbild. I, 11 A vgl. den text s. 6 und Sickel in Mittheil. d. Instituts f. öst. GF. 1,231. Die iahresdaten ergeben nach der gewöhnlichen berechnung 851; davon dass Ludwig im winter 851 in Sachsen gewesen ist, ist nichts bekannt und ist auch gegenüber dem itinerar: 851 nov. 15 Regensburg, 852 ian. 16 Regensburg durchaus unwahrscheinlich; eine auch nur teilweise beziehung des berichtes der Ann. Fuld. über die fahrt nach Sachsen auf 851 (Sickel Beitr. I Wiener SB. 36,383, Wilmans 1,116) scheint mir ganz unzulässig. Dagegen verweist Wilmans mit recht darauf, dass der inhalt dieser urk. mit der tätigkeit Ludwigs in Sachsen in zusammenhang steht. Dies scheint mir die einreihung der urk. zu 852 zu rechtfertigen, wenn auch in der datirung von no 1400 (gleichfalls von Comeatus rekognoscirt), 1401 an stelle der regellosigkeit sich wieder die regel geltend macht, und die annahme, dass am 8. dez. die iahresdaten noch nicht umgestellt sind, immerhin nicht unbedenklich bleibt; aber sie sind auch in no 1436, das bestimmt in das iahr 858 gehört, am 7. dez. noch nicht umgesetzt. Der zeitraum vom 8. dez. in Herford für die weitere fahrt des königs bis weihnacht in Regensburg ist trotz 'der reise zu pferd' (Wilmans 1,118) wol zu kurz; es dürfte also auch noch bezugnahme des tagesdatums auf etwas spätere beurkundung anzunehmen sein.

 

Verbesserungen und Zusätze:

über die tiron. noten im Arch. für Urkundenforschg. 1, 156 mit facs. derselben fig. 29; 153; 157, 159.

über den rechtsinhalt Seeliger, Die Bedeutung der Grund­herrschaft im Mittelalter 84, 85. Über die villa Kilver in n° 1403 Rübel, Die Franken 408; über n° 1486, 1550, 1826 auch Stengel, Zeitschr. der Savignystiftung. f. Rechtsgesch. germ. Abt. 38 (1904), 298.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1403, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0852-12-08_1_0_1_1_0_3153_1403
(Abgerufen am 29.09.2016).