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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Heerfahrt mit seinem bruder Karl gegen die Normannen, welche schon im frühiahr mit 262 schiffen Friesland gebrandschatzt hatten und nochmal unter führung Godefreds, eines sohnes des unter Ludwig d. Fr. zu Mainz getauften Heriold (no 830a), der von Lothar abgefallen (1143b) und zu seinen landsleuten zurückgekehrt war, nach Friesland kamen, die Scheldeufer plünderten, am 9. okt. in die Seine einliefen und bis Autun vordrangen. Ann. Bert (Prud.), Chr. Fontan. M. G. SS. 2,304 vgl. Ann. Fuld. 850; nach der letzten quelle wurde Lothar von Karl zu hilfe gerufen. Lothar und Karl besetzen beide ufer der Seine und lagern den Normannen gegenüber, welche sich in Givoldi fossa (vgl. Ann. Bert. 856: locum, qui dicitur fossa Givaldi Sequanae contiguum; Jeuforse, Seine et Oise arr. Mantes vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 1,355 n. 2) verschanzt hatten, Ann. Bert., Chr. Fontan. In Ann. Xant. nur die notiz: Ferrum paganorum incanduit und die nachricht von hungersnot und misswachs. - Über das schicksal Pippins II von Aquitanien (vgl. no 1131), der von dem baskischen grafen Sancho gefangen genommen an Karl (im sept., Chr. Aquit., Ann. Engol. M. G. SS. 2,253; 16,486) ausgeliefert und von diesem nach Francien gebracht worden war, wird zwischen Karl und Lothar ein einvernehmen gepflogen: Karl lässt post conloquium Lotharii Pippin im kloster St. Médard bei Soissons zum mönch scheeren. Ann. Bert. vgl. Ann. Fuld. 851, Regino Chr. 853, Adonis Cont. M. G. SS. 2,324, Conv. Suess. 853 c. 5 M. G. Capit. 2,265. - Über die beziehungen Ludwigs d. D. zu Lothar und dessen reich verlautet nur, dass Ludwig (im spätherbst) zu Köln mit einigen grossen Lothars eine unterredung gehabt habe, Ann. Fuld.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1158a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0852-00-00_4_0_1_1_0_2525_1158a
(Abgerufen am 27.09.2016).