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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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restituirt dem kloster St. Denis auf übersandte bitte der mönche und auf fürsprache des erwählten erzbischofs Hilduin, seines obersten pfalznotars, und des grafen Matfrid, seines ministerialen, das im italienischen reich gelegene Veltlin (vgl. no 1037, 1109), welches dem kloster vor kurzem in dem zwist zwischen ihm und seinem vater Ludwig entzogen und von ihm dem grafen Matfrid zu leben gegeben worden war. Remigius not. adv. Hilduini. Or. Paris, a. imp. in It. vicesimo et in Francia VIII von iüngerer hand s. XVI, ersteres ergänzt, letzteres nachgezogen, ursprünglich ind. XI (A), *M. G. Dopsch. Doublet 775 mit a. imp. in It. XX; Felibien St. Denys pr. 63 sur l'or. ohne chronolog. daten = Bouquet 8,384 = Salis Veltlin 4,11; Tardif 106 aus A; facsim. des eschatokolls mit siegelabb. Mabillon Dipl. 402. Über die einreihung Wiener SB. 85,528. Wahrscheinlich eine der in no 1131 c. 4 zugesicherten restitutionen. - Durch dieses or. ist der titel 'vocatus archiepiscopus' für Hilduin gesichert. Hilduin kann nur designirter erzbischof von Köln gewesen sein vgl. Ann. Colon. br. 842 M. G. SS. 1,97: Hilduinus accepit episcopatum Coloniae; volle bestätigung erhält diese nachricht dadurch, dass Hilduin, zugleich abt von Bobbio, in der urk. Ludwigs II für Bobbio von 860 okt. 7 no 1217 (or.) als Colonicae ecclesiae vocatus archiepiscopus bezeichnet wird. Damit entfallen die noch dazu auf zweifelhafte namensemendation sich stützenden einwendungen und bedenken Dümmlers Ostfränk. Reich 2. A. 1,362 n., dem Bresslau UL. 1,292 n. 2 sich anschliesst. Das fehlen Hilduins in den Kölner bischofskatalogen mag sich daraus erklären, dass er nur vocatus archiep. war. Dümmler verweist noch (2,34 n. 1) auf bischof Hilduin von Cambrai und (2,291 n.) auf abt Hilduin von St. Omer, die kaum ernstlich in betracht kommen. In einer urk. für die Münsterkirche in Bonn, N. Arch. 13,154 no 9 vgl. 160 no 29, wird Hilduinus archiepiscopus atque s. palatii capellanus als abt genannt; ihre datirung (a. VIII regnante rege Lothario) lässt es zweifelhaft, ob sie 847 unter Lothar I oder 863. unter Lothar II ausgestellt ist. In einer bulle Leos IV von 850 apr. 28, Zeitschr. f. Gesch. des Oberrheins N. F. 4,294 = Scheffer-Boichorst Zur Gesch. des 12. und 13. Jahrh. (Berlin 1897) 365, führt Hilduin nur den titel notarius summus.

 

Verbesserungen und Zusätze:

über die tiron. noten Tangl im Arch. f. Urkundenforschg. 1, 138.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1132, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0848-01-03_1_0_1_1_0_2485_1132
(Abgerufen am 07.12.2016).