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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Zusammenkunft der drei brüder Lothar, Ludwig und Karl, nachdem sie durch verschiedene gesandtschaften ihrer brüderlichen gesinnung ausdruck gegeben: sie pflegen durch mehrere tage ebenso freundschaftlicher als notwendiger beratung und geloben sich für die zukunft unverletzliche wahrung der brüderlichen liebe; sie versprechen sich alle, welche zwietracht zwischen ihnen stiften wollen, fern zu halten und abzuweisen, das aus not schmählich verschleuderte und an laien vergabte kirchengut zurückzustellen; sie ordnen gemeinsam zur herstellung des friedens gesandte an k. Pippin von Aquitanien ab, der am 14. iuni das heer Karls vernichtet, an Lantbert von Nantes, der mit bretonischer hilfe andre truppen desselben an der Mayenne geschlagen, und an Nominoe, der von der Bretagne verwüstend bis Maine vorgedrungen war, um sie zur unverzüglichen unterwerfung unter Karl aufzufordern mit der drohung, dass sie sonst vereint sie zu paaren treiben würden. Ann. Bert. (Prud.); die zusammenkunft noch erwähnt in Ann. Xant. Gleichzeitig tagt in Yütz (Teutz) bei Diedenhofen (secus Teudonis villam in loco, qui dicitur Judicium) unter dem von den königen genehmigten vorsitz Drogos von Metz eine bischöfliche synode, deren beschlüsse die könige und ihre getreuen approbiren und einzuhalten versprechen (vgl. Ep. syn. Caris. ad Lud. c. 8 M. G. Capit. 2,434): die synode fordert aufrechthaltung der brüderlichen eintracht zum wol der kirche, die durch den bruderkrieg furchtbar gelitten, besetzung der in folge desselben verwaisten bischofstühle mit hintanhaltung ieder simonie, entfernung der von ienen gesetzten laienäbte und leitung der klöster durch geistliche personen, rückgabe und schutz des kirchenguts, wofür die geistlichkeit nach möglichkeit wie vorher zu den öffentlichen lasten beizusteuern bereit sei, obsorge des diöcesanbischofs für erhaltung, gottesdienst und disciplin in ienen klöstern, die wegen der notlage des staates noch in den händen der laien bleiben, nötigenfalls mit unterstützung des königs, einschärfung der kirchlichen satzungen durch die könige und ihre beamten wie vor alters, recht und gerechtigkeit für das volk, busse für die während des bürgerkrieges verübten räubereien und andren verbrechen. Baluze Capit. 2,7 = Walter 3,4, M. G. LL. 1,380 = Migne 138,533, M. G. Capit. 2,113.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1116a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0844-10-00_1_0_1_1_0_2460_1116a
(Abgerufen am 04.12.2016).