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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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(nunc autem Strazburg vulgo dicitur) Vereinigung mit Karl, der den erzbischof Otgar von Mainz, welcher Ludwig den weg zu Karl verlegen sollte, durch den marsch nach Zabern zu eiligem rückzug gezwungen hatte. Nithard III, 4,5, Ann. Fuld. (apud urbem Argentoratum, quae nunc Strazburgus vocatur), Ann. Bert. (Prud.). Vor dem versammelten volk geben Ludwig und Karl, iener in romanischer, dieser in deutscher sprache, die gleichlautende erklärung ab, dass sie, da Lothar sie zu vernichten gesucht und ieden friedlichen vergleich zurückgewiesen hatte, gezwungen gewesen seien ihre sache dem gottesurteil, das zu ihren gunsten entschieden habe, anheim zu stellen, der verfolgung und vernichtung der besiegten einhalt getan und sie seither wie früher vergeblich ihr recht gefordert hätten, dass Lothar, nicht zufrieden mit dem gottesgericht, sie zu verfolgen und ihr volk durch brand, raub und mord zu bedrängen nicht aufgehört und sie dadurch genötigt habe sich hier zu vereinigen, dass sie, um ieden zweifel an der treue und aufrichtigkeit ihrer brüderlichen gesinnung zu beheben, ihr bündnis nun öffentlich beschwören wollten und, nur auf das gemeinwol bedacht, wenn gott mit unterstützung ihrer getreuen den frieden gewähre, diese auch vom treueid lösen, falls einer von ihnen den dem bruder geschwornen eid nicht halten würde. Dann schwört zuerst Ludwig als der ältere in romanischer, darauf Karl in deutscher sprache treu zum bruder zu halten und mit Lothar keinen dem bruder schädlichen vergleich einzugehen. Nun schwören die völker in ihrer sprache, dass sie ihrem könig, wenn er seinen eid brechen würde, gegen den andren bruder keinen beistand leisten werden. Nithard III, 5 vgl. no 1091a. Die eide erwähnt in Ann. Bert. (Prud.) Die heere brechen unverweilt gegen Lothar auf.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1370d, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0842-02-14_1_0_1_1_0_3063_1370d
(Abgerufen am 24.09.2016).