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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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bestätigt der kirche von Cremona auf bitte des bischofs Panchoard laut der vorgelegten urkunden seines grossvaters k. Karl (deperd.) und seines vaters k. Ludwig (deperd.), welche derselben königschutz und immunität verliehen hatten, sämmtlichen besitz, im besonderen den ort Tecledo mit Brivisula und Cucullo und den hafen Vulpariolus mit zöllen und abgaben (cum multorum transitorio et cum molitura de molendinis et portoribus vgl. gerichtsurk. von 841, hier 'cum navium transitorio' und 'transitorio militum', 851, 910 Muratori Ant. 2,977, 951 vgl. 26, 29; 1,125, Cod. Lang. 250, 303, 756, urk. Ludwigs II 851 ian. 10, 852 ian. 29), welche von seinem grossvater k. Karl (nach gerichtsurk. von 841 vgl. iene von 910 auf bitte des bischofs Stephan, quando d. Karolus rex istam patriam Longobardiam adquisivit) urkundlich geschenkt, zur zeit seines oheims, des Langobardenkönigs Pippin (nach gerichtsurk. von 841 von Rotechild, dem baiulus k. Pippins) widerrechtlich entrissen worden waren, nachdem der mit vornahme der inquisition betraute königsbote Adalgis ihm berichtet hatte, dass die kirche dieselben seit der vergabung k. Karls in ihrer gewere gehabt habe. Remigius not. adv. Agilmari. IIII id. mart. Cod. Sicard. s. XIII. Ughelli 4,786, 2. ed. 582 mit a. 10 imp. in It. 22 Fr. 21 = Zacharias Cremon. ep. 60 mit richtigstellung der datirung; Zacharias Excursus litt. 64 mit imp. Fr. XXII; Sanclemente 209 = Cappelletti 12,135; *Cod. Lang. 243; Repertorio Cremon. 128 vgl. 125 (topogr.: die genannten orte verschollen, noch im 12. iahrh. in portu Vulparioli vel Cremonae); erwähnt in gerichtsurk. von 910 Muratori Ant. 1,125, Cod. Lang. 756. Die. gerichtsurkunde des grafen Adalgis datirt vom 22. märz 841 (imp. Loth. XXII r. Lud. II ind. V, letztere verderbt), Muratori Ant. 2,977, Cod. Lang. 250. Repertorio Cremon. 126; da das diplom Lothars mit dem datum 12. märz sich darauf beruft, muss ein irrtum in einer der beiden tagesangaben vorliegen, umso mehr, als die kopien des cod. Sicard. sich nicht durch besondere genauigkeit auszeichnen; eine verderbung von XI kal. apr. ist an sich weniger wahrscheinlich als der nicht seltene lesefehler mar(t). für mai. Diese emendation des monatsnamens wird auch durch den ausstellort unterstützt; dieser ist wol das schon 770 genannte Quinciacum in finem Wavrense, Quincy dép. Meuse arr. et cant. Montmédy ö. Attigny vgl. Piot Les pagi de la Belgique, Mém. de l'Acad. r. 39,164, wenn der ortsname auch sonst häufig begegnet (so in urk. für Auxerre B. 1006, 1868, orte Quincy, Quincey auch in den dép. Aube, Haute-Saône, Côte d'Or., Aisne u. a.); die namensform ist romanisch (entsprechend den deutschen formen Vinzic vgl. Förstemann Ortsnamen 946,1205); eine emendation in Sinciaco, um die urk. in das itinerar des zuges gegen Ludwig einzufügen, ist durch die gerichtsurk. des grafen Adalgis ausgeschlossen. Damit ist gegeben, dass Lothar, während ihn Karl noch in Attigny erwartete, nur etwa 7 meilen entfernt war vgl. no 1083f. Über die einreihung zu 841 Wiener SB. 85,514.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1084, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-05-12_1_0_1_1_0_2377_1084
(Abgerufen am 25.09.2016).