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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Unterhandlungen der beiden brüder mit Lothar: nach einstimmigem rat der ihren ordnen sie an Lothar eine auserlesene gesandtschaft von bischöfen und laien ab, um ihn an die verfügungen ihres vaters, an die nach dessen tod von ihnen erduldeten leiden zu erinnern, um ihn zu beschwören ihnen und der kirche den frieden zu geben; cederet cuique, quod patris fratrisque consensu iuste debebatur (vgl. über diese stelle Meyer von Knonau Über Nithard 26), dafür bieten sie ihm die fahrhabe des heeres, pferde und waffen ausgenommen, an; ginge er auch auf dieses anerbieten nicht ein, so würden sie ihre gerechte sache mit zuversicht gott anheimstellen. Lothar weist diese vorschläge zurück und lässt durch eigne boten melden, er wolle nichts ohne schlacht; er bricht sogleich auf, um Pippin, der aus Aquitanien zu ihm kommt, entgegenzuziehen. Ludwig und die seinen sind darüber bestürzt, die langen märsche, die kämpfe und die unbilden hatten sie hart mitgenommen und sie hatten namentlich mangel an pferden; doch sie fassen, um die schmach abzuwehren, dass der bruder den bruder verlassen habe, den mutigen entschluss bei Karl auszuharren und brechen mit diesem schnell zur verfolgung Lothars auf. Nithard II, 9, 10.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1084c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-00-00_3_0_1_1_0_2380_1084c
(Abgerufen am 05.12.2016).