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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Rückkehr infecto negotio, Ann. Fuld.; cogitatuum suorum conatibus frustratus, Ann. Bert. (Prud.). In Worms feiert Lothar die vermählung einer seiner töchter, Ann. Fuld. vgl. Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 1,167 n. 2. Lothar wird zu dieser raschen umkehr durch die kunde bewogen, dass Karl in die gegend von Mastricht ziehen wolle, Nithard III, 3. Karl hatte unterdes versucht sich Aquitanien und die Seinegegenden zu sichern und in Reims, von wo Ebbo (vgl. no 1072) vor seiner ankunft sich zu Lothar geflüchtet hatte, Ep. conc. Tricass. Bouquet 7,591 = Flodoard H. Rem. II, 20, die nachricht erhalten, dass Ludwig zu der für den 1. sept. vereinbarten zusammenkunft nicht nach Langres kommen könne, da ihn Lothar angreifen wolle; zugleich traf ihn hier die botschaft, dass sein oheim Hugo (abt von St. Quentin) und Giselbert, comes Mansuariorum (vgl. no 1072c), mit den übrigen zu ihm kommen würden. Nithard III, 2. um Ludwig luft zu machen (pro fratris adiutorio) und seine neuen parteigänger zu empfangen, zieht er nach St. Quentin, ib. III, 3. Karl urkundet sept. 1 in Corbeny B. 1553, er brach also erst in den letzten tagen des aug. von Reims auf vgl. auch Meyer von Knonau 142; Lothar kann demnach noch nicht die kunde zugekommen sein, dass Karl schon in die Maasgegend aufgebrochen sei, wie Nithard berichtet, sondern dass er dahin zu ziehen beabsichtige und bereits mit Hugo und Giselbert in beziehungen getreten sei, welche Lothar den verlust iener gegend fürchten liessen.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1087b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-00-00_2_0_1_1_0_2394_1087b
(Abgerufen am 05.12.2016).