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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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bestätigt der kirche von Le Mans auf bitte des bischofs Aldrich, dass seine vorgänger, so Merolus und Gauzciolenus, laut der urkunden Karls und Pippins, des königs Theoderich (M. G. DD. Merov. 184) und der früheren könige in der stadt eine öffentliche münzstätte gehabt, dass diese aber wegen des verlustes oder der verwüstung der kirchengüter vor nicht langer zeit eingegangen sei, nach einsichtnahme der vorgelegten urkunden das münzrecht (monetam publicam, ita tamen ut aliqua falsitas in ipsa moneta non appareat). Hirminmarus not. adv. Hugonis. G. Aldrici c. 40 hs. s. XI (A). Corvaisier H. des evesques de Mans 293 ex parvo ch. (A) = Le Cointe 8,245; Baluze Miscell. 3,99 aus A = Bouquet 6,609 = Migne 104, 1276 = Prou Les monnaies caroling. LIX n. 2; Mémoires de l'Institut des provinces de France II, 1,730 aus A; *Charles et Froger G. Aldrici 115 aus A. Fälschung; an sich wäre für diese zeit die verleihung des öffentlichen münzrechtes schon unbedenklich vgl. no 922, Soetbeer in Forschungen 6,29 f., und in der tat sind sowol aus der merowingischen zeit, Prou Les monnaies mérov. (Paris 1892) 97 no 416-425, wie später aus der zeit Karls d. K., Prou Les monnaies carol. 62 no 420-428, münzen erhalten, die in Le Mans geschlagen wurden, während für die dazwischen liegende zeit kein sicheres beispiel vorliegt, ib. 130 no 925. Aber damit ist noch nicht die moneta publica der bischöfe gegeben (vgl. auch Prou Les monnaies carol. LIX), für die zeit vor Ludwig d. Fr. ist es geradezu ausgeschlossen. Wie selbst Julien Havet, Questions Mér. VII Bibl. de l'École des chartes 54,633 n. 2, Oeuvres 1,306 n. 2, zugibt, wird diese urk. durch die berufung auf unmögliche verleihungsurk. Karls d. Gr., Pippins I und Theoderichs III zumeist verdächtigt; nur auf den namen des letzteren wurde eine fälschung angefertigt, M. G. DD. Merov. 194, und diese stimmt in ihrem sachlichen wortlaut mit dieser urk. überein, während die eingangsformeln mit no 958 gleich sind. Dass diese urk. (ähnlich wie no 958 für no 383) für die fälschung auf den namen Theoderichs als vorlage gedient habe, wird dadurch mehr als unwahrscheinlich, dass auch ihre formulirung gewichtige bedenken erregt, sowie einzelne ausdrücke: 'Aldricus nomine', 'praefixus' (ein auch in no 957 auftretender lieblingsausdruck der G. Aldrici vgl. Simson Die Entstehung der Pseudo-Isidorischen Fälschungen in Le Mans 66), das unmögliche 'signa et sigilla regum', worauf schon Sickel Reg. 351 L 345 hingewiesen, sammt dem ganzen satz, in dem er auftritt, der in die korroboration eingeschachtelte satz 'quam nos - fieri iussimus.'

 

Verbesserungen und Zusätze:

Le Cointe 8, 425 (nicht 245).

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 959, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0836-03-22_2_0_1_1_0_2073_959
(Abgerufen am 09.12.2016).