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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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befiehlt dem königsboten bischof Baderad (Paderborn) die urkunde, welche er dem auf seinen befehl von abt Adalard in Sachsen erbauten und von ihm und andren dotirten kloster (Korvey) verliehen habe, ienen grafen, die nach dem bericht des abts Warin dieselbe verletzen und in ihrem amtssprengel die auf klostergut angesiedelten freien und liten zur heerfahrt aufbieten und vor ihr gericht ziehen wollen, verlesen zu lassen und deren einhaltung kraft kaiserlichen befehls einzuschärfen. Undatirtes mandat. Or. (Sickel UL. 406 n. 3) Münster (A). Schaten Ann. Paderborn. 1,78 = (Heydenreich) Entwurff einer Hist. der Pfaltz-Grafen von Sachsen 6 = Bouquet 6,337 = Migne 104,1316; Falke Trad. Corb. 733; Wigand Femgericht 220, Erhard Reg. Westf. C. d. 1,7 no 6, Wilmans Kaiserurk. 1,28 aus A; *facsim. KU. in Abbild. I, 7a. Erläutert Sickel UL. 397. Nach dem titel ist das mandat 831-833 erlassen; ich reihe es hier an, da die vorangehenden urk. die anwesenheit des abts Warin bei hof erweisen. Die angaben über die hier erwähnte urk.: de quibus omnibus rebus praeceptum fieri iussimus, ut perpetua salvatione in iure monasterii eaedem res consistant, liessen zunächst auf no 779 schliessen, wie der satz: quod homines tam liberos quam et latos, qui super terram monasterii consistunt, in hostem ire compellant et distringere iudiciario more velint, auf die immunität no 780 (aut homines monasterii tam ingenuos quam latos distringendos), aber in dieser ist die exemtion von der heerpflicht weder erwähnt noch ist sie an sich durch die immunität gegeben, Roth Feudalität 236, Sickel Beitr. V Wiener SB. 49,363 f., Reg. 347 L 317. Dieses vorrecht wird aber auch durch spätere urk. bestätigt (Karl III 887 mai 7 (facs. KU. in Abbild. VII, 20) als inter ipsa constructionis exordia verliehen, Ludwig d. K. 900 okt. 12 vgl. das mandat Arnolfs (897) iuni 21 (KU in Abbild. I, 7b), während die urk. Konrads I M. G. DD. 1,14 unter den vorrechten nur die gerichtliche exemtion nennt), es wird daher ein deperd. anzunehmen sein. Die gewöhnlich angenommene bezugnahme der stelle der Transl. s. Viti Jaffé Bibl. 1,9 (vgl. no 587b): remisit imperator omne servitium, quod ad se pertinebat, auf gerade dieses privileg scheint mir bei ihrer allgemeinheit durchaus fraglich.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 924, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0833-00-00_1_0_1_1_0_1983_924
(Abgerufen am 04.12.2016).