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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Reichsversammlung: schwenkung der seinen vater lenkenden politik; ehrenvolle aufnahme Lothars, amnestie der in Achen verurteilten. no 888a. Die zwischenzeit von etwa 3 monaten reicht für die reise nach Italien (zweifelnd äussert sich Simson Ludwig d. Fr. 2,9), einen kürzeren aufenthalt daselbst und die rückkehr nach Deutschland vollkommen aus. Vielleicht auf dieser fahrt nach Deutschland kam Lothar auch nach Reichenau und wurde dort mit einem gedicht Walahfrid Strabos, M. G. Poetae l. 2,405, begrüsst. Dass das gedicht nicht vor 830 entstanden sein kann, da in demselben der erst in diesem iahr nach Reichenau übertragene h. Valens genannt wird, hat Dümmler N. Arch. 4,254 nachgewiesen. Es ist aber kaum wahrscheinlich, dass Lothar 830 bei dem zug nach Compiègne, der noch zudem grössere eile forderte, den viel weiteren weg durch das Rheintal nahm; er dürfte damals über den grossen Bernhard oder den Mont Cenis gegangen sein. Wegen der erwähnung der Britten (vgl. no 872g) und der Bulgaren (vgl. no 841b, 844b, 852e) ist das gedicht wol auch nicht viel später (keinesfalls 839) entstanden. Für 831 liesse sich noch die stelle str. 8 geltend machen: Intus, extra, longe, iuxta fulgeat concordia. Schwieriger ist die entstehungszeit eines andren gedichtes zum empfang Lothars (? in St. Gallen, M. G. Poetae l. 2,421) zu bestimmen. Mit ziemlicher wahrscheinlichkeit lässt sich nur sagen, dass Lothar 823 vom nahen Rankweil (no 1019) auch nach St. Gallen oder Reichenau gekommen sein mag; vielleicht war dieses gedicht bestimmt den eben vom papst gekrönten iungen kaiser zu begrüssen.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1029a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0831-05-01_1_0_1_1_0_2253_1029a
(Abgerufen am 29.09.2016).