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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Rückkunft, ubi coniugem se operiri insserat. Ann. r. Franc. (Einh.); dass der kaiser schon auf dem zug nach der Bretagne, wie Simson Ludwig der Fr. 1,216 annimmt, Rouen berührt habe, ergibt sich nicht notwendig aus dieser stelle. - Empfang der hieher beschiedenen griechischen gesandten des kaisers Michael, mit denen auch der patriarch Fortunatus zurückgekehrt war (in dem schreiben der griechischen kaiser an Ludwig vom 10. april, Baronius 824 no 25 = Mansi 14,419 wird Fortunatus archiep. Venetiae geradezu als einer der gesandten bezeichnet; seine rückkunft melden noch Johannis Chr. Ven. M. G. SS. 7,16, Danduli Chr. VIII, 36 Muratori SS. 12,168). Die gesandten, welche ein schreiben ihres herrn und geschenke überbringen, tragen vor, dass sie pacis confirmandae causa abgeordnet seien (im erwähnten schreiben der griechischen kaiser: per has nostras sillabas corroboramus priorem pacem et amicitiam inter vos et nos constitutam vgl. no 589a) und über die bilderverehrung (ausführliche darlegung in diesem schreiben, Mansi 14,420) mit dem kaiser sowie mit dem päpstlichen stuhl zu unterhandeln hätten. Der kaiser erledigt ihr anbringen und lässt sie (wahrscheinlich durch den bischof Freculf von Lisieux und Adegar, Syn. Paris. Mansi 14,422 vgl. Harnack Das karol. und byzant. Reich in ihren polit. Beziehungen 66) nach Rom geleiten. Fortunat, für den die griechischen gesandten 'nichts sprechen', wird wegen seiner flucht (vgl. no 740c) zur verantwortung gezogen und zur untersuchung seiner sache durch den papst (vgl. die treffende bemerkung bei Harnack 65 n.) nach Rom geschickt. Ann. r. Franc. (Einh.). Die nachricht in Danduli Chr. VIII, 36: Quaerebant autem (legati) duo pacem firmare et de imaginum veneratione, primum expedivit lässt sich nicht durch ausdrückliche ältere quellenzeugnisse belegen; dass sie indes sachlich richtig ist, erweisen die tatsachen, der rege verkehr, der sich mit Konstantinopel entwickelt, obgleich die griechischen kaiser ihr schreiben nur an 'Ludwig könig der Franken und Langobarden und sogenannten kaiser (vocato imp.) derselben' adressirt hatten und damit eigentlich eine formelle anerkennung des fränkischen kaisertums ablehnten. Über die nun wieder in fluss gebrachte frage der bilderverehrung Hefele Conciliengesch. 2. A. 4,38 f. Von Fortunat wird noch berichtet, dass er bald darauf in Francien gestorben ist, Johannis Chr. Ven., Danduli Chr. l. c.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 793a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0824-11-17_1_0_1_1_0_1762_793a
(Abgerufen am 04.12.2016).