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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Reichsversammlung, zu der nicht nur alle grossen von Francien, sondern auch von Ostfrancien, Sachsen, Baiern, Alamannien, dem angrenzenden Burgund und den Rheingegenden berufen wurden. Es finden sich teils freiwillig, teils auf geheiss des kaisers gesandtschaften der 'barbaren' ein, unter diesen auch die könige der Wilzen, Milegast und Cealadrag, die söhne des in einer schlacht mit den Abodriten gefallenen königs Liubi, welcher als der älteste die oberherrschaft über das mit seinen brüdern geteilte reich besessen hatte. Milegast, als der älteste von den Wilzen zum könig erhoben, wird später als des trones unwürdig abgesetzt und die herrschaft seinem iüngeren bruder übertragen; beide rufen die entscheidung des kaisers an, der mit rücksicht auf den willen des volkes Cealadrag die herrschaft zuspricht, beide beschenkt und treue schwören lässt. An Ceadrag, den fürsten der Abodriten, welcher, auf der reichsversammlung schwankender treue angeklagt (vgl. no 748a), schon lange vor dem kaiser zu erscheinen zögerte, werden gesandte abgeordnet, um ihn für den nächsten winter vor den kaiser zu laden. Ann. r. Franc. (Einh.) vgl. V. Hlud. c. 36. Auf dem reichstag wird zugleich die abhaltung einer zweiten reichsversammlung im nov. zu Compiègne bestimmt, Ann. r. Franc. (Einh.). - Nähere daten fehlen zur notiz der Ann. Guelf. 823: in eo anno, quando Hatto comes et vassus d. regis Peretolt inter se accusarent coram imperatore vgl. Simson Ludwig d. Fr. 1,196 n. 4.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 771a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0823-05-00_1_0_1_1_0_1727_771a
(Abgerufen am 10.12.2016).