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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Krönung Ludwigs zum mitkaiser: coronam illi imposuit et imperialis nominis sibi consortem fecit, Ann. r. Franc. (Einh.). Imposito capiti eius diademate imperatorem et augustum iussit appellari, V. Karoli c. 30 (daraus Poeta Saxo V, 577). Imposuit coronam imperialem et sceptrum, sicut mos est imperatoribus dare, Ann. Lauriss. min. vgl. Ann. s. Emmer. Juvav. mai. Tiel., V. Hlud. c. 20. Ausführlicher bericht bei Thegan c. 6: Im vollen kaiserschmuck, die krone auf dem haupt, tritt Karl vor den altar, auf den er eine andre goldne krone legen lässt; nachdem er mit seinem sohn gebetet, mahnt er ihn vor den versammelten grossen zur gottesfurcht und zum schutz der kirche und empfiehlt ihm die schwestern und iüngeren söhne (Chr. Moiss.: commendavit ei filios suos Drocone, Theuderico et Hugone, von den konkubinen Regina und Adallind, die Karl nach dem tod seiner letzten gemahlin hatte, V. Karoli c. 18), enkel und verwandten; er fordert ihn auf die priester zu ehren, das volk wie seine kinder zu lieben, die schlechten auf den weg des heiles zu führen, die klöster und armen zu unterstützen, treue, unbestechliche beamte zu bestellen, sie nicht ohne grund ihres amtes zu entsetzen und selbst tadellos vor gott und dem volk sich zu zeigen; als Ludwig gelobt hatte diese mahnungen zu befolgen und seine befehle auszuführen, heisst ihn der kaiser die auf dem altar liegende krone nehmen und aufsetzen; nach der messe kehren sie in die pfalz zurück. Ergänzend das Chr. Moiss.: Per coronam auream tradidit ei imperium populis acclamantibus et dicentibus: Vivat imperator Ludovicus. Et facta est laetitia magna in populo in illa die. Das tagesdatum in Ann. Weissemburg. Lausann. M. G. SS. 1,111; 24,779; der 11. sept fiel, wie Thegan angibt, auf einen sonntag. Irrig 18. nov. Ann. Aquenses M. G. SS. 24, 36. Vgl. Simson Ludwig d. Fr. 1,5 n. 5, Karl d. Gr. 2,518 n. 3. - Nach V. Karoli c. 33 hatte Karl die absicht seinen ausserehelichen kindern auch durch schriftliche verfügung einen teil des erbes zu sichern: sed tarde inchoata (testamenta) perfici non poterant.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 479b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0813-09-11_1_0_1_1_0_1234_479b
(Abgerufen am 05.12.2016).