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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Wird von Karl nach Italien gesandt and ihm Wala zur seite gegeben, qaoadusque rerum eventus securitatem adferret. Ann. r. Franc. (Einh.), Lob. 811 (consensu filiorum suorum Karoli et Ludovici) vgl. no 470c. Thegan c. 22 nennt Bernhard filius Pippini ex concubina natus, während doch Alcuini ep. ed. Jaffé no 77, M. G. Ep. 4 no 119 darauf hinweist, dass Pippin 796 bereits verheiratet war, wenn auch die annahme, dessen gemahlin sei iene Berta gewesen, deren grabstein sich in S. Ambrogio fand Leibniz Ann. 1,319, unhaltbar ist, Malfatti Bernardo Re d'Italia 67. Gegen die öfter besprochene nachricht Thegans (vgl. Malfatti 5, Simson Karl d. Gr. 2,484 n. 2) liegen keine beweise vor, die notiz Einhards über Pippins kinder, V. Karoli c. 19 vgl. auch Nithard Hist. I, 2, spricht weder dafür noch dagegen. Die zuverlässigkeit der von den Magdeburger Centuriatoren aus einer Fuldaer briefsammlung überlieferten nachricht: Bernhardus filius Ludovici imperatoris in Fuldensi coenobio in adolescentia (es könnte dies nur 810-812 gewesen sein) sacras literas didicit usque ad iuvenilem aetatem, sed postea ad patrem in aulam remissus est, Forschungen 5,374 vgl. 391, bleibt fraglich, Malfatti 86, Simson Karl d. Gr. 2,485 n. 2; übrigens nennt Ludwig Bernhard in der urk. von 816 nov. 17 'dilectus filius noster'. - Dass Bernhard, auch bevor er förmlich zum könig erhoben wurde, schon als herrscher Italiens betrachtet wurde, beweist der umstand, dass in einer gerichtsurk. des königsboten Adalhard (vgl. no 450c) von 813 iuni 4, Tiraboschi Nonantula 1,36 = Cod. Lang. 164, bereits Bernhards erstes regierungsiahr gezählt wird; seit apr. 813 (noch nicht im febr.) geschieht dies schon in Luccaer urk., Mem. di Lucca 5b,231 f., 230 no 385, 384, am 24. iuni wieder in einer Veroneser urk. Cod. Lang. 166 vgl. Reg. di Farfa 2,172 no 228. Damit gewinnen auch die angaben iener quellen, welche die erhebung Bernhards zum könig schon zu 812 berichten, Ann. Juvav. s. Emmer. Lauriss. min. vgl. no 479a, ihre berechtigung. Die genauesten daten für die bestimmung der epoche Bernhards bieten die Luccaer urk. Sie zählen Bernhards iahre nur von 812 sept.-okt.; darauf ist umsomehr gewicht zu legen, als in Italien um diese zeit auch für privaturk. officielle bestimmung der epoche wahrscheinlich ist. Bis 814 werden einfach die regierungsiahre genannt; seit okt. 814 aber mit dem zusatz: postquam in Italia reversus est, aber mit der alten zählung von 812; der zusatz bezieht sich also nicht auf die rückkehr vom Achener reichstag von 813 und die förmliche erhebung Bernhards zum könig, sondern vom Achener reichstag von 814, auf dem er Ludwig die huldigung leistete. Bernhard führt den titel Rex Langobardorum. Die nachweise in Mittheil. des Instituts f. öst. GF. 2,296.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 515b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0812-00-00_1_0_1_1_0_1316_515b
(Abgerufen am 27.09.2016).