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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Entsendung eines fränkischen und sächsischen heeres unter seinem sohn Karl auf die nachricht, dass der Dänenkönig Godofrid die Abodriten angegriffen habe, mit dem auftrag die sächsische grenze zu verteidigen. Godofrid hatte im bund mit den den Abodriten stets feindlichen Wilzen den Abodritenfürsten Drasco vertrieben, einen andren fürsten Godelaib hängen lassen, zwei drittel des volkes tributpflichtig gemacht, aber selbst auch bedeutende verluste erlitten. Karl schlug eine brücke über die Elbe, führte sein heer gegen die Linones (Linai, Chr. Moiss. vgl. Zeuss Die Deutschen und die Nachbarstämme 651) und Smeldingi und zog sich nach verwüstung ihres landes nach Sachsen zurück. Godofrid hatte sich, nachdem er den seehandelsplatz, in dänischer sprache Reric geheissen (davon erhielten die Abodriten den namen Reregi, Adami G. Hammaburg. pont. II, 18 vgl. III, 19, M. G. SS. 7,311, 343, über die lage des ortes Simson Karl d. Gr. 2,389 n. 2), zerstört und die kaufleute weggeführt hatte, nach Schleswig eingeschifft und erbaute einen wall von der Ostsee (Ostarsalt) zur Nordsee am nordufer der Eider. Ann. r. Franc. (Einh.), Chr. Moiss., Ann. s. Amandi vgl. V. Karoli c. 14. Die meldung der Ann. r. Franc. (Einh.): cum incolumi exercitu in Saxoniam se recepit vgl. Poeta Saxo IV, 235 ist officielle beschönigung; nach dem Chr. Moiss.: sed et aliqui ex nostra parte ibidem ceciderunt und Ann. Lauriss. min.: sed tamen eo tempore non prosperatus est transitus eorum, sed plurimi Francorum occisi sunt müssen die verluste bedeutendere gewesen sein.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 435a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0808-00-00_6_0_1_1_0_1151_435a
(Abgerufen am 26.09.2016).