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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Mandatum de Saxonibus obsidibus: verzeichnis der 37 sächsischen geiseln (10 Westfalen, welche bischof Haito von Basel und graf Hitto übernehmen sollen, 15 Ostfalen und 12 Engern), welche bisher unter obhut alamannischer bischöfe (Aino [Egeno] von Konstanz, Sindbert von Neuburg-Augsburg und des abts Waldo von Reichenau) und grafen (Ansbert, Waning, Geremann, Unroc, Ripoin, Audrac, Vulfald, Bertold u. a.) zu mittfasten in Mainz zu erscheinen haben. 'De Westfalahis'. Hs. s. IX in St. Paul aus St. Blasien. Ussermann Prodromus 1, LXVIII; M. G. LL. 1,89 zu 802 = Migne 97,221; *M. G. Capit. 1,233. Die einreihung von Pertz zu 802 ist umso weniger haltbar, als aus dem verzeichnis nicht zu folgern ist, dass der kaiser persönlich nach Mainz kommen wollte; 802 weilte derselbe zudem um diese zeit in Achen. Von den genannten bischöfen ist Haito bischof von Basel nach der gewöhnlichen Annahme 802-811, Egino von Konstanz 781-811, über Sintbert von Augsburg Hauck KG. 2,413 n. 5; Waldo wird 806 abt von St. Denis, Herimanni Chr. M. G. SS. 5,101. Vielleicht hängt diese massregel mit der 804 erfolgten pacification Sachsens zusammen; 805 scheint iedenfalls der späteste termin zu sein. Auch Wulfarius von Reims wurden sächsische geiseln übergeben, Flodoard H. Rem. II, 18, andere an Corbie und Wirzburg, die belege bei Simson Karl d. Gr. 2,306.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 410, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0805-00-00_2_0_1_1_0_1098_410
(Abgerufen am 05.12.2016).