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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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(super fl. Salam) Rückkunft der nach Konstantinopel abgeordneten gesandten (vgl. no 380b); mit diesen langen der bischof Michael, der abt Petrus und der candidatus Calistus als gesandte des neuen kaisers Nicephorus an et pactum faciendae pacis in scripto susceperunt; sie kehren mit dem schreiben des kaisers über Rom nach Konstantinopel zurück. Ann. r. Franc. (Einh.), Mett. Lauriss. min., in ungenauer wiedergabe der vorlage Ann. Fuld.: cum epistola pactum faciendae pacis continente remisit. Die kaiserin Irene war am 31. okt. 802, bald nach ankunft des fränkischen gesandten, gestürzt und in ein kloster gesperrt worden, wo sie am 9. aug. 803 starb, Theophanes Chronogr. ed. Bonn. 738. Die namen der gesandten auch im schreiben Karls an Nicephorus, Jaffé ep. Carol. 29 Bibl. 4,394 M. G. Ep. 4,546, in dem als zweck dieser gesandtschaft angegeben ist: ad constituendam nobiscum pacem et federanda atque adunanda haec duo in Christi caritate. Karls schreiben enthielt wahrscheinlich bestimmte bedingungen und die forderung der anerkennung seines kaisertums vgl. Harnack Das karol. und byzant. Reich in ihren polit. Bezieh. 44; es wurde von Nicephorus nicht einmal beantwortet, die meldung der Ann. Sith.: pax inter Carolum et Niceforum imperatores per inscriptionem pacti confirmata also irrig vgl. auch Simson Karl d. Gr. 2,289 n. 5. - Ebenso treffen hier zwei mönche als gesandte des patriarchen Georg von Jerusalem ein, Ann. Maxim. Der patriarch Fortunatus von Grado überbringt ausser andren geschenken duas portas eburneas mirifico opere sculptas, Ann. Mett. vgl. Simson Karl d. Gr. 2,292 n. 1. - Über den angeblich zu Salz mit den sächsischen edlen geschlossenen frieden, von dem der Poeta Saxo 803 Jaffé Bibl. 4,596 vgl. Ann. Quedlinb. M. G. SS. 3,40 zu erzählen weiss, Simson in Forschungen 1,308, Karl d. Gr. 2,590, Waitz VG. 2. A. 3,216.

 

Verbesserungen und Zusätze:

»den frieden von Salz, der ,kurz vor dem 15. mai geschlossen, (s. 106) und höchst wahrscheinlich in dem Sachsen-Gesetze verkündet worden' (s. 83) sucht Georg Hüffer, Korveier Studien (Münster 1898) 72 f.,

als geschichtliche tatsache von entscheidender bedeutung zu retten and mit ihm die gefälschten urk. für die sächsischen bistumer (n° 271 für Verden, n° 295 für Bremen, n° 394 für Halberstadt und den ,aus einer wahren Gründungs-Urkunde Karls' [s. 185] stammenden ,kern' von n° 870 für Osnabrück; ihm ,steht es fest: Am 15. Mai 803 ist zu Salz die sächsische Kirche durch acht Kaiser-Urkunden neu umschrieben worden1 (8. 218), denn er klügelt aus den beiden fälschungen für Bremen und Verden ,fünf echte Gründungsdiplome Karls für diese Kirchen' heraus (s. 182 vgl. 154) und zwei ,Stiftungsbriefe' Karls für Osnabrück (s. 186 vgl. 232), allwo auch ,am 20. Juni 785 in anwesenheit Karls die Bischofseinsetzung, Kirchweihe und translatio ss. Crispini et Crispiniani erfolgt' sein soll. Ich kann mich diesen Untersuchungen und ergebnissen gegenüber nur ablehnend verhalten; ganz verunglückt und ein diplomatisches unding sind die rekonstruktionsversuche dieser angeblichen urk. Karls (s. 94 die angeblichen diplome von 803 für Bremen und Verden, s. 136 eines für Bremen von 787, s. 154 eines für Verden von 786, s. 103 vgl. 204 für Halberstadt von 803« (Nachtrag Mühlbachers) vgl. auch MG. DD. Kar. 1, 334, 344 n° 240ab, 245 Vorbemerkung.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 398b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0803-00-00_2_0_1_1_0_1061_398b
(Abgerufen am 08.12.2016).