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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Empfang des griechischen gesandten, des spartarius Leo, welchen die kaiserin Irene propter pacem confirmandam inter Francos et Graecos abgeordnet hatte; der kaiser entsendet den bischof Jesse von Amiens und den grafen Helmgaud nach Konstantinopel, ut pacem cum eis statuerent. Ann. r. Franc. (Einh.), Guelf. Lauriss. min. Nach der durchaus glaubwürdigen nachricht des Theophanes Chronogr. ed. Bonn. 737 plante Karl die vermählung mit der griechischen kaiserin, um das ost- und westreich zu vereinigen; seine und des papstes gesandten waren beauftragt darüber zu unterhandeln; die kaiserin war bereit ihre zustimmung zu geben, das proiekt scheiterte aber an dem widerstand des einflussreichen patricius Aëtius, der die herrschaft seinem bruder zu sichern strebte; ehe die weiteren unterhandlungen zu einem ergebnis führten, wurde Irene gestürzt. Die bedenken Simsons Karl d. Gr. 2,282 sind belanglos. Soll etwa Theophanes die ganze geschichte erfunden haben? Und wozu? Wäre man nicht sogar berechtigt den unmittelbar folgenden sturz der kaiserin mit diesem proiekt in ursächlichen zusammenhang zu bringen? Entkräftet würde diese nachricht nur durch den beweis, dass das gerücht von den gegnern der kaiserin ausgestreut wurde, um ihren sturz zu bewirken, und dass Theophanes dasselbe als tatsache berichtete; dieser beweis ist aber nicht zu erbringen.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 380b, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0802-00-00_1_0_1_1_0_1034_380b
(Abgerufen am 07.12.2016).