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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Synode und reichsversammlung (diese ausdrücklich nur erwähnt in Ann. Einh.: quando et generalem populi sui conventum habuit, concilium congregavit). Anwesend die bischöfe aus allen provinzen des reichs (ex omnibus regni provinciis. Ann. Einh.; cuncti regni Francorum seu Italiae, Aquitaniae, Provintiae episcopi ac sacerdotes, Capit. Franc no 325; Galliarum, Germanorum, Italorum, Ann. r. Franc. (Lauriss.); Baiovariae, Ann. Maxim.; Italiae, Galliae, Gotiae, Aquitaniae, Galleciae, Chr. Moiss. cod. 2; in der von Paulinus verfassten denkschrift der Italiener werden die praesules Liguriae, Austriae, Hesperiae, Aemiliae aufgezählt, Mansi 13,873, Migne 99,153, iene Germaniae, Galliae, Aquitaniae in der Ep. conc. Franc. Mansi 13,883, Migne 101, 1331), unter diesen der patriarch Paulinus von Aquileia und der erzbischof Petrus von Mailand (Paulini Lib. sacrosyllabus c. 2 Migne 99,153, Ann. Lauresh. = Chr. Moiss., Ann. Maxim.), von hervorragenden geistlichen Alcuin (Ann. Maxim., Pauli cont. Rom. M. G. SS. Lang. 202, Capit. Franc. no 325 c. 56 vgl. Jaffé Bibl. 6,220 n. 1) u. a. (die anwesenheit des abts Benedikt von Aniane ist durch den aus diesem kloster stammenden cod. 2 des Chr. Moiss. zu wenig beglaubigt, Simson Karl d. Gr. 2,65 n. 2); als päpstliche gesandte waren erschienen die bischöfe Theophylactus (von Todi vgl. über ihn Ep. Alcuini ed. Jaffé no 10, 84, Cod. Carol. ed. Jaffé no 51, 68, M. G. Ep. 4 no 3,127; 3 no 49,67) und Stephan (wol der auch im Cod. Carol. öfter genannte bischof von Neapel, obgleich in den G. ep. Neap. M. G. SS. Lang. 427 davon nichts erwähnt ist), Ann. r. Franc. (Lauriss.), Einh. Lauresh. Maxim.; den vorsitz führt der könig (so die Ep. conc. Franc, c. 1 Migne 101, 1331, dagegen Capit. Franc, c. 1: inter quos ipse interfuit conventui, Ann. r. Franc. (Lauriss.): in praesentia principis). Die verhandlungen werden in aula s. palatii gehalten, Paulini Lib. sacrosyllabus c. 1 Migne 99,153 und daraus Chr. Moiss. cod. 2. Das tagesdatum kal, iun., also der beginn der synode, in Ann. Mosell. 793, in Ann. Einh.: aestatis initio, Ann. Lauresh.: estivo tempore; die iahresangabe reg. 26 im Capit. Franc, c. 1, in der überschrift des Lib. sacrosyllabus Migne 99,151 und im Chr. Moiss. (aus dem Capit. Franc., das hier auch für den weiteren bericht benützt wird); die Verhandlungen nehmen längere zeit in anspruch; so erwähnt Paulinus, dass vom könig zur abfassung des von ihm geforderten gutachtens eine frist von mehreren tagen gewährt wurde, Lib. sacrosyllabus c. 1. Das ergebnis der verhandlungen liegt im Capit. Franc. vor; die lehre de adoptione dei filii wird verdammt, die gegen sie erlassene denkschrift von den bischöfen unterzeichnet, Ann. r. Franc. (Lauriss.), Einh. Lauresh. und Chr. Moiss. (in den beiden letzteren die dogmatisirte formel), Ann. Mosell. Maxim. Juvav.; die vor wenigen iahren (787) unter Irene und deren sohn Konstantin zu Konstantinopel pro adorandis imaginibus gehaltene pseudosynode, welche diese sogar eine allgemeine nannten, wird verworfen, Ann. r. Franc. (Lauriss.), Einh., Chr. Moiss. (gemeint ist die 7. allgemeine synode von Nicaea, deren letzte sitzung in Konstantinopel stattfand, Hefele Conciliengesch. 2. A. 3,474, 693 n. 2 vgl. dazu Döllinger im Münchner hist. Jahrb. 1865, 339); Tassilo wird vorgeführt und leistet auf Baiern feierlich verzicht, nur berichtet in Ann. Lauresh. = Chr. Moiss.: in ipso sinodo advenit Tassilo et pacificatus ibi cum d. rege abnegans omnem potestatem, quam in Paioaria habuit, tradens eam d. regi vgl. Capit. Franc. no 325 c. 3. Tassilo verschwindet damit aus der geschichte, nur sein todestag, 11. dez., ist noch überliefert, Hundt in Abhandl. der hist. Classe der bayer. Akademie XII, 1,192. Die Frankfurter synode nur erwähnt in Ann. Guelf., s. Emmerammi (ad Franchonovadam) u. a.

 

Verbesserungen und Zusätze:

vgl. MG. Conc. 2, 110.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 324a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0794-06-01_1_0_1_1_0_879_324a
(Abgerufen am 03.12.2016).