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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Lagerung. Gesandtschaft des herzogs Arichis, der sich in der festen seestadt Salerno eingeschlossen hatte; er bietet seine beiden söhne Romald, welchen Karl bei sich festgehalten. und Grimold, der sich bei ihm in Salerno befand, und andre geiseln und reiche geschenke an; nach beratung mit seinen grossen nimmt der könig, ut non terra deleretur illa et episcopia vel monasteria non desertarentur, dies anerbieten an; er wählt 12 geiseln und als 13. Grimold (vgl. das epitaph Grimoalds M. G. Poetae l. 1, 430 v. 19 und 68 v. 44) und empfängt geschenke; der herzog, sein älterer sohn Romald, der nun freigegeben wird, und die Beneventaner leisten den treueid. Ann. r. Franc. (Lauriss.), Einh., V. Karoli c. 10 vgl. Pauli cont. III M. G. SS. Lang. 214, Leonis Chr. Casin. I, 12, Ann. Lauriss. min. Ob Arichis sich hier noch zu dem iährlichen tribut von 7000 solidi, den die Ann. Einh. 814 erwähnen, verpflichtete, bleibt zweifelhaft, Simson Karl d. Gr. 1,565 n. 1; 2,491 n. 3. Aus dem bericht der königsboten an den könig 788, die Beneventaner wollten nur dann gehorchen, wenn ihnen Grimoald als herzog zurückgegeben würde vel (si) illas civitates, quod s. Petro vel domno apostolico condonastis, illis relax(assetis), Ep. Carol. no 5 Jaffé Bibl. 4,347; M. G. Ep. 3,656, ergibt sich auch, dass die an die römische kirche geschenkten beneventanischen städte (vgl. no 286b in diesem frieden abgetreten wurden. Capua nennen Ann. Lauresh. (irrig. im frg. Chesnii: perrexit usque ad Beneventum), Alam. Fuld.; adquisivit terram Beneventanam, Ann. Petav. Die nachricht Erchemperts H. Langob. c. 2 von einem vorausgehenden kampf durchaus unverbürgt; sagen über das mutige auftreten der beneventanischen gesandtschaft Chr. Salern. c. 10, 11 M. G. SS. 3,477; der hier genannte bischof David von Benevent war indess, wie no 283 bezeugt, wirklich in Capua. - Unterhandlung mit byzantinischen gesandten, qui propter petendam filiam suam (Rotrud, die 781 mit Konstantin Porphyrogenitus verlobt worden war no 235b) ad se missi fuerant, Ann. Einh.; kurz vorher war der königliche kaplan Witbold als gesandter Karls in dieser angelegenheit in Konstantinopel gewesen, G. abb. Fontan. c. 16 M. G. SS. 2,291; die Vermählung scheint an der weigerung Karls gescheitert zu sein, da Konstantin ein iahr später propter negatam sibi regis filiam iratus beneventanisches gebiet verheeren lässt, Ann. Einh. 788; irrig berichten Ann. Fuld. = Sith. 787 von der verlobung. Unglaubwürdig ist der griechische bericht (Theophanes Chronogr.), die kaiserin Irene habe die beziehungen zu den Franken abgebrochen, ebenso, was der papst ein iahr später nach aussage eines priesters Gregor aus Capua über verräterische Verbindung des herzogs Arichis mit den Griechen, die dieser nach Karls abzug aus Capua angeknüpft habe, meldet, Cod. Carol. ed. Jaffé no 86. M. G. Ep. 3, 617 no 83 vgl. Abel-Simson Karl d. Gr. 1,569,566.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 282c, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0787-00-00_3_0_1_1_0_763_282c
(Abgerufen am 07.12.2016).