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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Feierlicher empfang durch papst Hadrian, einiger aufenthalt. Herzog Arichis von Benevent sendet seinen sohn Romald mit reichen geschenken postolare de adventu d. regis, ut in Benevento non introisset, et omnes voluntates d. regis adimplere cupiebat; sed hoc minime apostolicus credebat neque obtimates Francorum et consilium fecerunt cum d. rege, ut partibus Beneventanis causas firmando advenisset. Ann. r. Franc. (Lauriss.) vgl. Einh. und Lauriss. min., M. G. Poetae l. 1,111 v. 19. Dass Arichis schon seit 776 in einem abhängigkeitsverhältnis zu Karl stand, wie Hirsch behauptet, Forschungen 13, 44,53, ist unhaltbare vermutung vgl. auch Cod. Carol. ed. Jaffé no 62, 66. M. G. Ep. 3 no 61, 64; es dürfte, behält man die tendenz der quelle im auge, fraglich sein, ob er ietzt auch seine unterwerfung angeboten habe; der papst, der unablässig darnach trachtet den besitz der kirche zu erweitern, ist deshalb längst erbitterter feind des beneventanischen herzogs; schon vor iahren hatte er die ansprüche immer weiter spannend sogar streitkräfte gefordert zur eroberung Gaëtas und Neapels nostrum recolligentes patrimonium, quod ibidem in territorio Neapolitano ponitur. Cod. Carol. ed. Jaffé no 66, M. G. Ep. 3, 591 no 64; die unterwerfung Benevents sichert ihm berücksichtigung seiner ansprüche, sie ist daher opus pro exaltatione s. Romanae ecclesiae, Cod. Carol. ed. Jaffé no 87, M. G. Ep. 3. 619 no 84, sein interesse ist es, dass die macht des gefährlichen nachbars gebrochen werde; nicht minder musste den fränkischen grossen daran liegen bessere bürgschaft zu erhalten als zusicherungen, deren erfüllung nötigenfalls wieder nur mit schweren opfern zu erzwingen war; auf den könig mochten die noch freundschaftlichen beziehungen zum griechischen hof und die darauf gebauten pläne eingewirkt haben. Diese Verhältnisse scheinen mir eine genügende erklärung zu bieten und die ausführungen von Hirsch, Karl habe nur auf drängen des papstes den vormarsch unternommen, um seine schenkung der beneventanischen städte ins werk zu setzen, diese sei also schon beim ersten aufenthalt in Rom erfolgt, Forschungen 13, 52, einer gefestigten grundlage zu ermangeln. Der aufenthalt in Rom noch erwähnt in Ann. Lauresh. Alam. Petav. Maxim. s. Amandi.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 282a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0787-00-00_1_0_1_1_0_761_282a
(Abgerufen am 10.12.2016).