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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Instruktion für die königsboten: c. 1. unterweisung über die notwendigkeit des fidelitätseides mit berufung auf die alte gepflogenheit, insbesondere da eben treulose grosse verwirrung im reich anrichten wollten, sich gegen des königs leben verschworen und sich damit verantworteten, das s sie ihm nicht treue geschworen. 2. leistung des eides von den bischöfen, äbten, grafen, königlichen vasallen, archidiakonen, kanonikern, 3. während bei den regularklerikern und den mönchen ein versprechen genügt, 4. von den vögten, vikaren, centenaren, priestern und dem gesammten volk vom 12. iahr an, freien wie unfreien, führung eines registers über namen und zahl, Verzeichnung der im gau gebornen, sowol der noch dort ansässigen wie der durch kommendation anderswohin gekommenen, durch die grafen, eintragung iener, welche sich der eidesleistung durch die flucht entziehen oder diese verweigern, in besondere listen, um sie durch bürgen vor den könig zu stellen oder in haft zu setzen, gestattung des aufenthaltes nur, wenn sie wie die übrigen schwören, anzeige der flüchtigen beim könig durch die missi. 5. abgabe der erklärung, dass ieder sein recht behalten solle und dass es gegen des königs willen und befehl sei, wenn, worüber viele klagen eingelaufen, dies nicht geschehe, anzeige der grafen, königsboten und andrer, welche sich dies zu schulden kommen lassen, beim könig, amtliche feststellung des persönlichen rechts des einzelnen (für quale habeant legem ex nomine nach Waitz VG. 2. A. 3,348 n. 1 zu emendiren: ex natione) unter beiziehung des grafen. 6. einberufung des heerbanns für dieses iahr, wie der könig befohlen, unter mitwirkung der grafen, bekanntgabe des zeitpunktes und des sammelortes durch königliche ausschreiben. 'De singulis capitulis.' Hs. s. X Paris bibl. nat. (A). Baluze Capit. 1,540 c. 35-38 e cod. Thouano (A) et Sangall. = Walter C. J. 2,288; M. G. LL. 1,51 c. 6-9 aus A = Migne 97,149; *M. G. Capit. 1,66 zu 792 vel 786. Über den inhalt Waitz VG. 2. A. 3,291, 447 Von Boretius Capitularien 132 als gesandteninstruktion nachgewiesen und dem iahr 792 zugeteilt, während Abel Karl d. Gr. 434 mit gründen, die dann auch Boretius anerkannte, M. G. LL. 4 praef. 47 n. 13, das iahr 786 vertrat; an diesem iahr hält auch Waitz VG. 2. A. 3,292 n. fest, Brunner RG. 2,59 u. 10 entscheidet sich für ein späteres iahr vgl. die belanglosen bemerkungen von Simson Karl d. Gr. 1,524 n. 2; 2,44 d. 2. Da, wie auch Boretius bemerkt, die instruktion nicht ursprünglich für Italien bestimmt sein muss, fällt für 786 namentlich das letzte kapitel ins gewicht, für dieses bietet hier die heerfahrt nach Italien genügende erklärung, sie fehlt aber für 792; gerade gegenüber dem in c. 18 des kapitulares von 789 no 301 vorgeschriebenen wortlaut des treueids ist das vorangehen der allgemeinen vor der besonderen eidesleistung wahrscheinlicher.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 273, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0786-00-00_1_0_1_1_0_749_273
(Abgerufen am 01.10.2016).