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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Heerfahrt mit schnell zusammengerafften fränkischen streitkräften auf die nachricht, dass das gegen die Slaven entsandte heer (no 256a) von den Sachsen, welche sich auf Widukinds ruf wieder erhoben hatten, am berg Suntal vernichtet worden sei; dieses, auf sächsisches gebiet gelangt, hatte auf die kunde, dass die Sachsen wieder zu den waffen gegriffen, sich sogleich gegen diese gewandt und trotz des warnenden rates des grafen Theoderich, eines verwandten des königs, der mit ripuarischem aufgebot schnell herbeigeeilt war, unvorsichtig und aus eifersucht auf diesen nur mit ihren streitkräften das sächsische lager angegriffen. Adalgis und Geilo, 4 grafen und 20 edle fielen, nur wenige retteten sich in das lager Theoderichs ienseits des berges. Ann. Einh. (mit benützung von stellen des Livius, N. Arch. 7,524), Ann. r. Franc. (Lauriss.), diese erzählen mit offizieller miene von einem fränkischen sieg, die erklärung Sybels in der Hist. Zeitschr. 42,272 vermag ich nicht als zutreffend anzuerkennen vgl. auch Simson in Forschungen 20,206) vgl. Fuld., s. Amandi, Guelf. Mosell. = Chr. Moiss. Das Süntelgebirge eine bergkette von ost nach west von Münder bis Minden ziehend und ienseits der Weser bis gegen Osnabrück sich fortsetzend; ob der kampf am linken oder rechten Weserufer stattgefunden, ist nach den vorliegenden berichten nicht zu entscheiden vgl. Forschungen 12,369. Der aufstand loderte auch im norden auf oder war hier schon aufgelodert; Willehad muss aus Wigmodia fliehen, im gau Leri werden ein priester und graf erschlagen, andre missionäre im Rüstringerland (a. d. Wesermündung), in Dietmarschen, in Bremen, V. Willehadi c. 6 M. G. SS. 2,382.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 260a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0782-00-00_1_0_1_1_0_694_260a
(Abgerufen am 28.09.2016).