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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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beurkundet, dass er in seinem gericht in der pfalz Diedenhofen auf bericht des königsboten Wicbert, der schöffen und zeugen des Mosellandes - sie hätten betreffs des königlichen klosters Mettlach, welches vom hausmaier Karl (Martell) und später vom k. Pippin an Milo, nach dessen tod von Pippin an bischof Hartham zu lehen gegeben worden war, obgleich bischof Leodonius, der vater Milos und Widos, dasselbe urkundlich an die kirche von Trier geschenkt und Milo, dessen Nachfolger auf dem Trierer bischofstuhl, daselbst Ebreus, dann bischof Ratbert und den auch nach Milos tod von k. Pippin belehnten Hartham als äbte bestellt hatte, in der streitsache zwischen den söhnen Lantberts Wido, Hrodold und Warner, die das kloster als väterliches erbgut beanspruchten, und der kirche von Trier zu recht erkannt, dass das kloster auf grund der belehnung Karls und Pippins in des königs und der Trierer kirche gewere zu stehen habe, da nach eidlichen zeugenaussagen Lantbert unter k. Pippin es gewaltsam an sich gerissen und bischof Hartham vertrieben habe - mit seinen getreuen, den bischöfen Angalramn (Metz 768-791), Petrus (Verdun seit 781?, Abel-Simson Karl d. Gr. 1,404,436 n.), Borno (Toul), 11 grafen, sämmtlichen 44 schöffen de ducatu Moslinse (über die bezeichnung ducatus Waitz VG. 2. A. 3,356 n. 4), dem pfalzgrafen Worad und den anwesenden getreuen geurteilt habe, Wido und dessen brüder hätten Mettlach, weil sie weder urkunden noch zeugen für ihr besitzrecht aufbringen könnten, vor dem könig dem fiskus zu handen der kirche von Trier unter erzbischof Weomad (+ 791) zurückzugeben und der kirche sei nach erfolgter zurückgabe eine gerichtsurkunde über das erstrittene kloster auszufertigen. Ohne datirung. Verderbte k. s. XIV im Balduineum. Mittelrhein. UB. 1,32 (ungenügend) = Jahresbericht der Gesellschaft für nützliche Forsch. 1872,25 (mit emendationsversuchen); *Forschungen 3,151; verunechtet Rosieres Stemm. Lothar. f. 6 ex coen. Methel. mit der erfundenen datirung: 3 kal. maii a. imp. 8 regni 46. Emendation des schlusssatzes Sickel UL. 207; über die einreihung der durch die amtsdauer der genannten bischöfe dem zeitraum 777-91 zugewiesenen urk. zu diesem iahr Sickel Reg. 257 K 97. Der hier genannte Wido der grossvater des herzogs Wido von Spoleto und späteren kaisers, Forschungen 3,395. Die scabini nach 770 im Frankenreich nachweisbar, Brunner RG. 2,223.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 261, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0781-00-00_1_0_1_1_0_698_261
(Abgerufen am 08.12.2016).