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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Weihnacht. Ann. r. Franc. (Lauriss.). - Eine urk. Fulrads von S. Denis, Bibl. de l'Éc. des chartes IV, 3 (1857), 50 (Paris arch. nat. K 7 no 1c) ohne tagesdatum trägt Actum Haristalio a. IX et IV reg. Car. (dieselbe datirung wie im testam. Fulradi Tardif 61, Wirtemberg UB. 1, 17, 19) und Signum Karoli (M) glor. r. Sickel UL. 190 n. 4 erklärt dies als offenkundigen zusatz. Dann müsste auch der darauf bezügliche satz der urk.: denique huiuscae nostrae donationis testamentum regalibus visibus placuit exibere ob maioris firmitatis indicium et ut ipsius auctoritate simul et propriis manibus roboraretur et pleniorem per succedentia temporum curricula vigorem habere videretur, interpolirt sein. Die inneren merkmale weisen auf volle echtheit. Die urk., irrig für eine kopie des testaments Fulrads gehalten, soll gleichzeitig sein. Vor genauer feststellung ihres alters dürfte die frage über die glaubwürdigkeit einer ausnahmsweisen königlichen unterschrift kaum als abgeschlossen gelten. Unter den zeugen der urk. graf Rotlan (wahrscheinlich der sagenberühmte Roland) und der pfalzgraf Anselm; der letztere auch in Fulrads testament. Auch durch dieses ist die tatsache bezeugt, dass abt Fulrad vor dem könig während dieses aufenthaltes in Heristal (dez.-märz) erschienen war, um die genehmigung seiner letztwilligen verfügungen zu erbitten.

 

Verbesserungen und Zusätze:

die urk. Fulrads von St. Denis ist fälschung in angeblichem orig. s. IX ex.— X in., nachweis, abdruck und facs. bei Tangl, Das Testament Fulrads von St. Denis, N. Arch. 32, 197, 215.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 203f, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0776-12-25_1_0_1_1_0_585_203f
(Abgerufen am 29.09.2016).