Unlängst erschienen: Regesten Kaiser Friedrichs III. Die Urkunden und Briefe des Österreichischen Staatsarchivs in Wien

28.07.2007

Innerhalb des bearbeiteten Zeitraums dieses vierten Heftes mit Schriftstücken aus dem Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien lassen sich drei Hauptschwerpunkte festhalten: Häufig sind Urkunden anzutreffen, die Ausdruck der landesfürstlichen Praxis Kaiser Friedrichs III. sind, die einen Blick auf die alltäglichen Rechtsgeschäfte, wie etwa Verpfändungen oder Belehnungen, offenbaren und damit auch einen Einblick in die Umgebung des Kaisers erlauben. Abgesehen davon fand auch reichspolitisch bedeutsames Material, so etwa im Vorfeld und Umfeld des Landfriedens von 1467, Eingang in die vorliegenden Regesten. Damit in Zusammenhang und vor dem Hintergrund des chronisch schlechten Beziehungsgefüges zwischen den Vorlanden und der Eidgenossenschaft sind jene kaiserlichen Mandate zu sehen, die die habsburgische Vorgangsweise gegen die Eidgenossen zeigen, welche - aus kaiserlicher Perspektive - das Friedensgebot missachteten. Weiters dürften sich auch die zahlreichen Urkunden, die der Kaiser im Rahmen größerer Gerichtsprozesse ausstellte, als rechtshistorisch relevant erweisen, sodass auch durch diesen Band der Forschung wieder unverzichtbares Quellenmaterial zur Verfügung gestellt wird.

Volltitel:

Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493) nach Archiven und Bibliotheken geordnet, herausgegeben von Heinrich Koller, Paul-Joachim Heinig und Alois Niederstätter, Heft 22: Die Urkunden und Briefe des Österreichischen Staatsarchivs in Wien, Abt. Haus-, Hof- und Staatsarchiv: Allgemeine Urkundenreihe, Familienurkunden und Abschriftensammlungen, 4. Fasz.: 1464-1469, bearbeitet von Christine Ottner, Wien-Köln-Weimar (Böhlau) 2007, 332 Seiten, 24 x 17 cm, br., € 59,00, ISBN 3-205-77603-8; ISBN-13: 978-3-205-77603-1.

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